Vetterhöhle

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Drachenfelsgang in der Vetterhöhle

Die Vetterhöhle ist eine Karsthöhle auf der Schwäbischen Alb in der Nähe des Blautopfs bei Blaubeuren und Teil des Blauhöhlensystems.

Die Vetterhöhle wurde im Herbst 2006 mit der Blauhöhle verbunden. Somit gibt es nun einen trockenen Zugang zum Wolkenschloss der Blauhöhle.

Inwieweit sich diese Neuentdeckungen auf das kontrovers diskutierte Alter der Verkarstung der Schwäbischen Alb (vgl. hierzu Jochen Hasenmayers Theorie) auswirken, muss sich noch zeigen.

[Bearbeiten] Forschungsgeschichte

Die große zentrale Halle in der Vetterhöhle (Walhalla)
Plan der Vetterhöhle (Stand 2009)
Planskizze des Blauhöhlensystems

Mitte der 1950er Jahre wurde der Blaubeurer Bürger Karl Vetter durch einen kalten Luftstrom auf eine mit Hangschutt verfüllte Karstspalte aufmerksam. Gemeinsam mit einigen Freunden grub er an dieser Stelle wenige Meter erfolglos in die Tiefe. Da schon damals ein Zusammenhang mit dem nahegelegenen Blautopf vermutet wurde, führten Anfang der 1960er Jahre einige Höhlenforscher um Manfred Keller einige Meter unterhalb der alten Grabungsstelle eine weitere, leider ebenfalls ergebnislose Grabung durch.

2002 begann die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten unter Einsatz bergmännischer Verbautechniken die Karstspalte von ihrer Verfüllung zu befreien. Im Frühjahr 2006 wurden durch den so ergrabenen Zugangsschacht in 35 m Tiefe erstmals natürliche Hohlräume angefahren. In den Folgemonaten entdeckten die Höhlenforscher mehrere große Hallen, darunter die „Walhalla“ – mit einer Ausdehnung von 70 m Länge, 40 m Breite und 35 m Höhe einer der größten Karsthohlräume der deutschen Mittelgebirge. Im August 2007 betrug die vermessene Gesamtlänge der Höhle 2080 Meter. Teile der Höhle sind mit beachtlichen Sinterbildungen geschmückt.

Verlauf und Dimensionen der Höhlengänge untermauern die These, dass es sich bei der Vetterhöhle um einen alten, trocken gefallenen Ast des Blauhöhlensystems handelt.

Diese Verbindung zur Blauhöhle wurde im Herbst 2006 entdeckt, wie die 'Arbeitsgemeinschaft Blautopf' und die 'Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten' am 5. Oktober 2006 bestätigten.

Januar 2008 bis Juli 2009 wurde am nördlichen Höhlenende ein weiterer Eingangsschacht gegraben, der einerseits einen dauerhaften Zugang für die Höhlenforschung gewährleisten soll und andererseits die Forschung in dem bislang schwer zugänglichen Bereich erleichtern wird.

Ab dem 23. November 2008 hat der neu gegründete 'Höhlenverein Blaubeuren' die Betreuung der Vetterhöhle übernommen.

[Bearbeiten] Schauhöhlenpläne

Der Zugang zur Höhle ist für die Öffentlichkeit verschlossen, doch gibt es bereits Überlegungen von Seiten der Stadt Blaubeuren, Teile der Vetterhöhle für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Anfang Juni 2008 beauftragte der Gemeinderat Blaubeuren ein Ingenieurbüro mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Höhle mit Führungswegen und elektrischer Beleuchtung. Eine Entscheidung über den Ausbau zur Schauhöhle ist jedoch noch nicht gefallen.

[Bearbeiten] Weblinks

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