PSV München

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Der Post SV München 1926 e.V. (PSV) ist ein Sportverein in München, der überregional zunächst durch die Erfolge seiner Frauenhandballmannschaft bekannt wurde. In den letzten Jahren steigerten vor allem die Behindertensportler den Bekanntheitsgrad des Vereins.

Geschichte[Bearbeiten]

Die offizielle Gründungsversammlung des Post SV München fand im Mai 1926 statt. Nach dem 2. Weltkrieg konnte der Verein unter dem Namen "Verein für Leibesübungen 1926" (VfL 1926) weiter bestehen bleiben und nahm 1952 seinen ursprünglichen Namen wieder an. Heute ist der Verein in 16 Abteilungen organisiert und hat ein breitgefächertes Angebot: Aerobic, Badminton, Basketball, Behindertensport, Bogensport, Fechten, Freizeitsport, Fußball, Handball, Judo, Leichtathletik, Tennis, Tischtennis, Turnen, Unihockey, Volleyball sowie Fitnessgymnastik, Fitness-Studio, Gesundheitssport, Gymnastik, Kinderturnen, Lauf-Treff, Schwimmkurse, Selbstverteidigung, Seniorensport und Taekwondo.

Behindertensport[Bearbeiten]

Angebote gibt es für Leichtathletik, Krafttraining und Aquatraining.
Vorzeigeathletin des Gesamtvereins ist jedoch die sehbehinderte Skilangläuferin und Biathletin Verena Bentele. Die vierfache Weltmeisterin gewann bei den Winter-Paralympics von 1998 bis 2006 insgesamt 7 Gold-, 2 Silber- und 2 Bronzemedaillen. 2010 in Vancouver kamen bei 5 Starts fünf weitere Goldmedaillen hinzu.

Die Handballerinnen des Post SV München[Bearbeiten]

Ihre ersten Erfolge feierten die PSV-Handballerinnen auf dem Großfeld. Gleich vier Mal ging zwischen 1950 und 1959 die deutsche Meisterschaft in die bayerische Hauptstadt, zuletzt in Speldorf gegen den RSV Mülheim. Zu nationalen Meisterehren reichte es im Hallenhandball zwar nie, aber zwei Teilnahmen an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft stehen auch hier zu Buche. 1958, bei der ersten deutschen Meisterschaft im Hallenhandball, die in Frankfurt am Main ausgetragen wurde, spielten die Postlerinnen in einer Gruppe mit dem TV Vorwärts Frankfurt (3:0) und dem SV 04 Düsseldorf (2:3). Im Halbfinale schließlich kam trotz einer 1:0-Pausenführung das Aus gegen den späteren Meister Eimsbütteler TV (1:3). Das Spiel um Platz drei schließlich gewann man gegen den SSC Südwest Berlin mit 7:2. Ein Jahr später erreichte der PSV das Finale, das am 1. März 1959 in Hamburg ausgetragen wurde. 1.000 Zuschauer wohnten der Partie zwischen den Münchenerinnen und dem Eimsbütteler TV bei. Und wie im Vorjahreshalbfinale gewannen die Hamburgerinnen mit 3:1 und sicherten sich die deutsche Meisterschaft. 1960 und 1961 verbaute der 1. FC Nürnberg als Bayern-Meister den Münchenerinnen den Weg. 1962 konnte man sich nochmals für die Endrunde um die "Süddeutsche" qualifizieren, doch unterlag man im entscheidenden Spiel vor heimischer Kulisse dem badischen Vertreter VfR Mannheim mit 3:4. In den folgenden Jahren wurde die Dominanz des 1. FC Nürnberg im bayrischen und süddeutschen Handball immer erdrückender, und als dann 1970 die süddeutsche Regionalliga ins Leben gerufen wurde, war der Post SV München schon nicht mehr dabei. In der Saison 2008/09 spielen die PSV-Damen in der Landesliga Süd.

Größte Erfolge[Bearbeiten]

  • Deutscher Meister (Großfeld) 1950, 1955, 1957, 1959
  • Deutscher Vizemeister (Halle) 1959

Tischtennis[Bearbeiten]

1938 wurde die Tischtennisabteilung u.a. von Rudolf Gruber gegründet.[1] Die Herrenmannschaft des PSV spielte Anfang der 1950er Jahre in der Oberliga, der damals höchsten Spielklasse des deutschen Tischtennis. 1957 erfolgte der Abstieg in die Landesliga,[2], ein Jahr später in die Bezirksliga.[3] Zu den stärksten Spielern gehörte Matthäus Thurmaier.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeitschrift DTS, 1982/12 regional S.17
  2. Zeitschrift DTS, 1957/17 S.9
  3. Zeitschrift DTS, 1958/13 S.9 + 1958/16 S.7

Quellen[Bearbeiten]

siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]