Viaduc des Fades

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Der Viadukt vom Staudamm aus
Die beiden Pfeiler

Der Viaduc des Fades ist der höchste Eisenbahnviadukt in Frankreich.

Lage[Bearbeiten]

Der Viadukt überspannt das Flusstal der Sioule in der Auvergne im Département Puy-de-Dôme zwischen Sauret-Besserve (Kanton Saint-Gervais-d'Auvergne) im Norden und Les Ancizes-Comps (Kanton Manzat) im Süden, 40 km nordwestlich von Clermont-Ferrand. Das Berggebiet heißt La Combraille oder Les Combrailles. Die Brücke ist Teil der eingleisigen Eisenbahnlinie VolvicLapeyrouse, die Clermont-Ferrand mit Montluçon verbindet.

Einen guten Blick auf den Viadukt hat man von der D 62 auf der Staumauer des Barrage de Fades, wo sich in der Nähe auch eine Informationstafel befindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Viadukt wurde 1893–1896 geplant und 1901–1909 erbaut. Ab 1896 arbeitete Félix Virard (1852–1910) den eigentlichen Bauplan aus, der 1901 die ministerielle Genehmigung erhielt. Die bauausführende Firma war die Société Française de Constructions Mécaniques (Anciens Établissements Cail) aus Denain (Nord), die Bauleitung hatte Emile Robert inne. Der Viadukt war am 11. September 1909 fertiggestellt und wurde am 10. Oktober 1909 durch den Verkehrsminister René Viviani feierlich dem Verkehr freigegeben.

Nach knapp einhundert Jahren wurde der Betrieb am 9. Dezember 2007 aus Sicherheitsgründen eingestellt. Seitdem hat Frankreichs größtes Stahlviadukt keine verkehrstechnische Bedeutung mehr, ist aber seit 1984 als historisches Monument geschützt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Es handelt sich um Fachwerkbrücke mit einer Gesamtlänge von 470,25 m. Die beiden 92 m hohen Pfeiler sind aus Granitsteinen gemauert, die Fachwerkträger sind wie das aus einem dreifachen Geflecht bestehende Fachwerk selber aus Stahl. Die Höhe der Brücke beträgt von der Oberfläche der Sioule aus 132,5 m und ist damit die höchste Eisenbahnbrücke Frankreichs. Die Pfeiler tragen drei Brückenstrecken von 116, in der Mitte von 144 und noch einmal von 116 m Länge. Die Brückenbreite beträgt bei den Pfeilern 22 m, die Fahrbahn knapp 8 m.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Stiglat: Brücken am Weg. Ernst & Sohn, Berlin 1997, S. 114f., ISBN 3-433-01299-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Viaduc des Fades – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

45.9713888888892.8030555555556Koordinaten: 45° 58′ 17″ N, 2° 48′ 11″ O