Vierde

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Wappen der Gemeinde Bad Fallingbostel
Vierde
Koordinaten: 52° 53′ N, 9° 44′ O7Koordinaten: 52° 52′ 55″ N, 9° 43′ 51″ O
Einwohner: 280
Postleitzahl: 29683
Vorwahl: 05162

Vierde ist ein Dorf in der Stadt Bad Fallingbostel im Landkreis Soltau-Fallingbostel in der Heidmark (südliche Lüneburger Heide) in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Der Ort liegt an der Landesstraße 163 nordöstlich von Bad Fallingbostel.

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte um 1337. Der Name Vierde leitet sich von den vier Vollhöfen ab, die einst Vierde bildeten.

Vierde war jahrhundertelang und ist noch heute in großen Teilen von der Landwirtschaft geprägt. Bis in das 19. Jahrhundert war die Schnuckenhaltung der Haupterwerb der Heidebauern und -bäuerinnen. Erst nach der Bearbeitung des "Ortsteines" gelang es, Ackerboden zu kultivieren, so dass mit dem Anbau von Getreide und Feldfrüchten neue Erwerbsquellen erschlossen werden konnten.

Eng verbunden mit der Geschichte und der Entwicklung des Ortes sind alt eingesessene Familien. Die ältesten Familiennamen sind unter anderem: 1379: Ghogeue, 1438: Bode 1438: Niegemeiger, 1438: de rode Cordesche, 1438: Metteke, 1438: Detmer: 1438: Eggerdeschen stede woste, 1528: Hans Lethsemann, 1528: Cordt Pruschhagen, 1528: Cordt tom Kampe, 1528: Dirick 1528: Enmers, 1899: Oelfke. Große Hofanlagen künden noch heute von den Entwicklungen dieser Familien.

[Bearbeiten] Kultur und Landschaft

Die Böhme bei Vierde
Die Böhme bei Vierde

Neben der Landwirtschaft, den Wäldern und der Böhme prägt der Campingplatz „Böhmeschlucht“, der auch in derselben gelegen ist, das Ortsbild in Vierde. Vierde befindet sich in der Heidmark, dem ehemals schönsten Teil der Lüneburger Heide. Große Teile der Heidmark wurden 1935/36 zu einem Truppenübungsplatz (heute größter Truppenübungsplatz Europas), wobei zahlreiche Dörfer von der Landkarte verschwanden.

Die Vierder sind außerdem stets um den Zusammenhalt unter den Einwohnern bemüht. Das gemeinsame Miteinander ist besonders wichtig. Der erfolgreiche Schützenverein Adolphsheide-Vierde leistet hierzu einen erheblichen Beitrag.

[Bearbeiten] Die Sage um den Hexenberg

Über den Hexenberg, den es in Vierde gibt, wird seit Generationen diese Sage weitergegeben: "Früher lebte im Papenhaus eine Hexe. Eines Tages starb sie. Sie sollte auf dem Berg begraben werden. Nun wurde sie auf einen Wagen geladen. Die Pferde schwitzten unter ihrer Last. Bei Leitzmanns konnten sie nicht mehr weiter. Da wurde es im Sarg lebendig. Man öffnete schnell den Sarg. Da sprang eine Sau heraus." Seither gebe es den Namen "Hexenberg".

[Bearbeiten] Medien

  • Walsroder Zeitung

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Bronzezeitliche Grabanlage

[Bearbeiten] Literatur

Hans Stuhlmacher, 1892-1962
Hans Stuhlmacher, 1892-1962
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