Heidschnucke
Heidschnucken sind eine höchst genügsame Schafrasse. Heidschnucken gehören zu den „Nordischen Kurzschwanzschafen“.
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Rassen [Bearbeiten]
Zu den Nordischen Kurzschwanzschafen gehören beispielsweise (sortiert nach größter Population):
- Graue Gehörnte Heidschnucke
- Weiße Hornlose Heidschnucke (Moorschnucke)
- Weiße Gehörnte Heidschnucke,
- Skudden in schwarz, weiß und braun
- Ouessant-Schaf aus Frankreich
- Gotlandschaf
- Guteschaf
Beschreibung [Bearbeiten]
Das Haar der Grauen Gehörnten Heidschnucke ist gräulich und extrem lang, Beine, Schwanz und Kopf sind schwarz, die Lämmer werden schwarz geboren und färben sich im zweiten Jahr zur Elternfarbe. Es existieren allerdings auch weiße Varianten. Beide Geschlechter tragen Hörner.
Das Fleisch der Lüneburger Heidschnucke g. U. (einer Grauen Gehörnten Heidschnucke) ist in Europa unter diesem Namen geschützt und darf das Siegel einer geschützten Ursprungsbezeichnung tragen. Die lange, strähnige Wolle dagegen ist nur für grobe Gewebe wie zum Beispiel Teppiche geeignet. Auch die Diepholzer Moorschnucke (eine Weiße Hornlose Heidschnucke) ist als regionaler Begriff geschützt.
Früher gab es in den norddeutschen Herden sowohl graue und weiße als auch gehörnte und hornlose Schnucken. Diese wurden im 20. Jahrhundert durch Züchtung zu den heute bekannten Rassen ausgeformt und dabei auch die Gewichte nahezu verdoppelt.
Die weiße gehörnte Heidschnucke wurde 1998 zusammen mit dem Altdeutschen Hütehund von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ erklärt.
Verbreitungsgebiete [Bearbeiten]
Das Hauptzuchtgebiet sind die norddeutschen Heide- und Moorlandschaften der Lüneburger Heide. Mittlerweile haben die leicht zu haltenden Schafe hauptsächlich ihres Fleisches wegen, welches einen wildartigen Geschmack hat, Verbreitung in ganz Europa gefunden. Die Haltung wird innerhalb der Europäischen Union subventioniert.
Jedes Jahr, immer am zweiten Donnerstag im Juli, findet in Müden (Örtze) der Heidschnuckentag statt. Hier präsentieren sich leistungsgeprüfte Jungböcke den Züchtern und Zuschauern. Die besten Tiere werden prämiert. Bei der anschließenden Auktion können die Heidschnucken-Böcke ersteigert werden.
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Herde bei der Rückkehr in den Stall in Wilsede
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Eine Herde geschorener Heidschnucken in der Lüneburger Heide
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Schnuckenherde am Fuße des Lönsdenkmals im Tietlinger Wacholderhain
Sonstiges [Bearbeiten]
Heidschnucke war auch der Deckname einer während des Zweiten Weltkriegs bei Heiligenhaus gelegenen Funkmessstellung.
Weblinks [Bearbeiten]
- Verband Lüneburger Heidschnuckenzüchter e.V. einschließlich Rassenbeschreibung der graugehörnten Heidschnucke
- Vieh e.V.
- Website der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.
- Verein Schweizer Heidschnucken Halter
Kärntner Brillenschaf (1984) | Murnau-Werdenfelser-Rind (1986) | Schwäbisch-Hällisches Landschwein (1987) | Schleswiger Kaltblut (1988) | Waldschaf (1989) | Angler Sattelschwein (1990) | Rhönschaf (1991) | Hinterwälder Rind (1992) | Thüringer Waldziege (1993) | Westfälisches Totlegerhuhn, Diepholzer Gans, Pommernente (1994) | Buntes Bentheimer Schwein (1995) | Schleswiger Kaltblut (1996) | Rotes Höhenvieh (1997) | Weiße gehörnte Heidschnucke, Altdeutscher Hütehund (1998) | Wollschwein (1999) | Rottaler Pferd (2000) | Bayrische Landgans, Bergischer Kräher, Bergischer Schlotterkamm, Krüper (2001) | Angler Rind alte Zuchtrichtung (2002) | Haus- und Hofhunde (Spitze und Pinscher) (2003) | Lautstettener Pferd, Dunkle Biene (2004) | Bentheimer Landschaf (2005) | Deutsches Sattelschwein (2006) | Murnau-Werdenfelser-Rind (2007) | Bronzepute (2008) | Alpines Steinschaf (2009) | Meißner Widderkaninchen (2010) | Limpurger Rind (2011) | Deutscher Sperber (2012) | Leineschaf (2013)