Violaxanthin

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Strukturformel
Strukturformel des Violaxanthin
Allgemeines
Name Violaxanthin
Andere Namen

E161e

Summenformel C40H56O4
Kurzbeschreibung

dunkeloranges Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 126-29-4
PubChem 448438
ChemSpider 395237
DrugBank DB03460
Wikidata Q607883
Eigenschaften
Molare Masse 600,85 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

175–179 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Violaxanthin ist ein überwiegend in Pflanzen, beispielsweise dem Stiefmütterchenkraut vorkommendes, natürliches Pigment, das zu den Xanthophyllen gehört.[2][3]

Violaxanthin entsteht in der Pflanze aus Zeaxanthin über das Monoepoxid Antheraxanthin durch das Enzym Zeaxanthin-Epoxidase (ZE). Die Umkehrreaktion wird durch die Violaxanthin-Deepoxidase (VDE) katalysiert.

Xanthophyllzyklus: Mechanismus zur Photoprotektion
Xanthophyllzyklus: Mechanismus zur Photoprotektion

Violaxanthin spielt in Pflanzen eine sehr wichtige Rolle in der Dissipation, d. h. der Abgabe überschüssiger Lichtenergie (Photoprotektion), welche die Aufnahmekapazitäten des photochemischen Apparat der Pflanze übersteigt. Diese könnte zur unerwünschten Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und damit zu subzellulären Schädigungen (besonders bei Lipiden) führen. Quenching durch Violaxanthin verhindert dies.[4]

Die EU-Zulassung von Violaxanthin unter der Bezeichnung E 161e als Futtermittelzusatzstoff in der Tierernährung wurde 1991 in der Richtlinie 91/508/EWG gestrichen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Violaxanthin analytical standard bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. November 2021 (PDF).
  2. Rudolf Hänsel, Otto Sticher: Pharmakognosie – Phytopharmazie. 9. Auflage. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-00962-4, S. 823.
  3. Violaxanthin, Lexikon der Biologie, Spektrum der Wissenschaft, abgerufen am 25. November 2021.
  4. Peter Jahns, Dariusz Latowski, Kazimierz Strzalka: Mechanism and regulation of the violaxanthin cycle: The role of antenna proteins and membrane lipids. In: Biochimica et Biophysica Acta (BBA) - Bioenergetics. Band 1787, Nr. 1, 2009, S. 3–14, doi:10.1016/j.bbabio.2008.09.013.