Virgilio Piñera

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Virgilio Piñera Llera (* 4. August 1912 in Cárdenas; † 18. Oktober 1979 in Havanna) war ein kubanischer Schriftsteller und Dichter.

Leben[Bearbeiten]

Piñeras Vater war ein Eisenbahningenieur und seine Mutter Lehrerin. Er studierte an der Universität von Havanna. Als er sich weigerte, seine Dissertation zu verteidigen, war es schwierig für ihn, eine geeignete Beschäftigung zu finden und er war auf die finanzielle Unterstützung von Freunden und Verwandten angewiesen. Piñera gehörte keiner literarischen Gruppen an und es ist schwierig, ihn künstlerischen und philosophischen Bewegungen zuzuordnen. Seine häufigen Probleme mit dem Castro-Regime sind das Ergebnis seiner Weigerung, der Parteilinie zu folgen.

In den 1950er Jahren lebte Piñera in Buenos Aires, wo er Jorge Luis Borges kennenlernte und seine Arbeiten in der renommierten Zeitschrift Sur veröffentlichte. Diese Zeit in Argentinien und seine Freundschaft mit Borges und anderen in Buenos Aires, einschließlich des im Exil lebenden polnischen Schriftstellers Witold Gombrowicz übten Einfluss auf seine Arbeit aus. Piñera kehrte nach dem Sieg der Revolution im Jahr 1959 nach Kuba zurück. Im Jahr 1961 wurde er wegen "politischer und moralischer Verbrechen" inhaftiert. Nach seiner Freilassung wurde er zu einer Randfigur mit wenigen Verteidigern in der Regierung. Trotzdem gewann er 1969 Kubas wichtigste literarische Auszeichnung, den Premio Casa de las Américas, für sein Stück "Dos viejos Panicos". [1]

Sein Werk beeinflusste unter anderem Reinaldo Arenas, in dessen autobiographischem Roman Bevor es Nacht wird Piñera eine Rolle spielt.

Werke[Bearbeiten]

Auf Deutsch erschienen:

"Kleine Manöver", Suhrkamp 1990

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [Biographie auf http://www.britannica.com/EBchecked/topic/848857/Virgilio-Pinera]

Weblinks[Bearbeiten]