Wäscheleine

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Wäscheleine auf der Hallig Hooge.
Hochwäscheleine mit Rollen an Balkonen in Lissabon
Wäscheklammern an einer Wäscheleine
Eine „Wäschespinne“
Wäschetrocknen auf der Gorch Fock (1968)

Eine Wäscheleine ist ein Seil, an dem Wäsche zum Trocknen aufgehängt werden kann. Wäscheleinen können im Freien, auf Balkonen oder Terrassen angebracht werden. Bei Wäschetrocknung im Haus werden Wäscheleinen überwiegend in Räumen installiert, in denen durch die auftretende Feuchtigkeit möglichst keine Schäden entstehen, zum Beispiel Badezimmer. Als Befestigungspunkte für Wäscheleinen werden in Wänden montierte Haken (für Innen- und Außenmontage), Bäume oder Pfosten verwendet. Bei der Außenmontage werden die Leinen in etwa 1,50 Meter bis 2 Meter Höhe angebracht, um eine Verschmutzung der zum Trocknen aufgehängten Wäsche infolge von Bodenberührung zu vermeiden.

Gesellschaftliches[Bearbeiten]

In einigen Regionen der Vereinigten Staaten, zum Beispiel in Kalifornien, sind Wäscheleinen nicht gerne in Wohngebieten gesehen, da man sie in der Regel mit Armut verbindet und sich manche durch den Anblick fremder Wäschestücke einschließlich Unterwäsche gestört fühlen; vielerorts bestehen Verbote gegen (öffentlich sichtbare) Wäscheleinen. Die Menschen trocknen die Wäsche dort in der Regel nur mit einem Wäschetrockner.

Verschiedene Installationsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Eine besondere Art der Wäschetrocknung mittels Leinen stellt die Hochwäscheleine dar. Sie besteht aus einem Seil, welches mit zwei Rollen an zwei hochgelegenen Befestigungspunkten installiert ist.

An einem der zugänglichen Befestigungspunkte werden durch manuelle Zugkraft die aufhängende Wäschestücke vom Aufhängungspunkt weg- oder hinbewegt.

Andere gebräuchliche Formen der Leinenbefestigung sind Wäscheleinen an Klappgestellen wie dem Wäscheständer. Diese werden hauptsächlich in Gebäuden, aber auch auf Balkonen und Terrassen verwendet.

Im Freien kommen auch demontierbare, drehbare Klappgestelle (Wäschespinne) mit Wäscheleinen zum Einsatz.

Verschiedene Materialien[Bearbeiten]

Üblich sind drei Varianten: Gummiummantel mit Polypropylen-Kern, Gummiummantel mit Stahl-Kern oder Sisal-Wäscheleinen.

Die einzelnen Materialien weisen folgende Vor- und Nachteile auf:

Sisal
Naturfaser, kompostierbar, optisch möglicherweise reizvoll, bei Verwendung im Freien muss die Leine nach Gebrauch abgenommen werden, da sie sonst zu schnell verrottet.
Gummimantel + Polypropylen-Kern
preiswerteste Variante, optisch kein Unterschied zu Stahlkern, allerdings bei gleichem Kerndurchmesser geringer belastbar aufgrund der geringeren Zugfestigkeit von Polypropylen relativ zu Stahl. Weitere Nachteile gegenüber Stahl – insbesondere beim Einsatz außer Haus: Polypropylen verliert bei niedrigen Temperaturen (ab ca. 8 °C) seine Dehnbarkeit und versprödet auch durch Feuchtigkeit (Rissgefahr).
Gummimantel + Stahl-Kern
dauerhaft sehr belastbar und dehnbar, für draußen sehr gut geeignet - jedoch versprödet auch hier der vor Korrosion schützende Gummimantel.

Weblinks[Bearbeiten]