Wüstenrabe

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Wüstenrabe
Ein Wüstenrabenpaar in Al-Fayyūm

Ein Wüstenrabenpaar in Al-Fayyūm

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Rabenvögel (Corvidae)
Gattung: Raben und Krähen (Corvus)
Art: Wüstenrabe
Wissenschaftlicher Name
Corvus ruficollis
Lesson, 1830

Der Wüstenrabe (Corvus ruficollis) ist eine Art der Gattung Corvus aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Er sieht dem Kolkraben sehr ähnlich und ist im Freiland kaum von ihm zu unterscheiden.

Aussehen[Bearbeiten]

Der Wüstenrabe wird zwischen 48 und 56 Zentimeter lang und hat eine Spannweite von bis zu 120 Zentimeter. Er hat einen schlanken Schnabel, der im Flug häufig etwas schräg abwärts gehalten wird. Der bronzebraune Nacken ist nur aus der Nähe erkennbar. Oft sind von unten die hell kontrastierenden Beine sichtbar. Der Wüstenrabe hat einen kürzeren Schwanz und schmalere Handflügel als der Kolkrabe.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Das Brutgebiet des Wüstenrabens erstreckt sich über Nordafrika, die Arabische Halbinsel bis nach Mittelasien. Er lebt in Wüsten, felsigen Wadis oder an Berghängen.

Verhalten[Bearbeiten]

Wüstenraben bauen ihre Nester in Baumspitzen, meist in Akazien oder Pistazien, sonst in Felswänden, auf Lehmhäusern oder Masten. Wenn sie keine andere Wahl haben auch auf dem Boden. Da er sehr scheu und wachsam ist, kann man sich ihm oft nicht so weit nähern, dass Färbungsdetails erkennbar sind. Er ist ein Jahresvogel.

Stimme[Bearbeiten]

Sein Ruf klingt krähenartig „krri-äh“ und ist nicht so tief wie der des Kolkrabens, sondern an die Saatkrähe erinnernd.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lars Svensson, Peter J. Grant, Killian Mullarney, Dan Zetterström, Jan Zetterström: Vögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08401-9.

Weblinks[Bearbeiten]

  •  Commons: Wüstenrabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Corvus ruficollis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 3. September 2013