Waleri Anatoljewitsch Rubakow

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Waleri Anatoljewitsch Rubakow (russisch Валерий Анатольевич Рубаков; englische Transliteration Valery Rubakov; * 16. Februar 1955 in Moskau, Sowjetunion) ist ein russischer theoretischer Physiker.

Rubakow ist Wissenschaftler am Institut für Kernforschung (INR) der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. Seit 1997 ist er auch Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften.

Rubakow wurde 1981 für seine Theorie der Katalyse des Protonenzerfalls durch magnetische Monopole in Yang-Mills-Theorien bekannt, die in Großen vereinheitlichten Theorien der Elementarteilchen verwendet werden und in denen die Existenz von massiven Monopolen 1974 durch Gerardus ’t Hooft und Alexander Poljakow entdeckt wurde. Rubakows Entdeckung, dass diese Monopole erheblich zum Protonenzerfall – der über einen anderen Mechanismus außerdem in vielen GUTs vorhergesagt wird – beitragen können, war damals völlig überraschend. Später beschäftigte er sich besonders mit kosmologischen Fragen.

In einer einflussreichen Arbeit mit Wadim Kusmin und Michail Schaposchnikow (Shaposhnikov) klärte er 1985 die Voraussetzungen, unter denen eine Erklärung der Baryonenzahlverletzung im Standardmodell möglich ist.[1]

2003 erhielt er den Pomerantschuk-Preis. 2010 erhielt er den Julius-Wess-Preis und 2008 den Bruno-Pontecorvo-Preis. Mit Schaposchnikow erhielt er 2005 den Markow-Preis.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kuzmin, Shaposhnikov, Rubakov On the Anomalous Electroweak Baryon Number Nonconservation in the Early Universe, Physics Letters B, Band 155, 1985, S. 35, Abstract