Warin von Köln

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Warin von Köln († 21. September 985) war von 976 bis 985 Erzbischof des Erzbistums Köln.

Die Abstammung von Warin, der latinisiert als Vuerin bezeichnet wurde, ist nicht geklärt. Vor seiner Erhebung zum Erzbischof von Köln wurde Warin als Kleriker am Kölner Dom erwähnt.

Im Jahr 976 trat Warin die Nachfolge von Erzbischof Gero an.

Im Jahr 983 betraute ihn Kaiser Otto II. mit der Erziehung seines Sohnes Ottos III.. Am 25. Dezember 983 krönte Warin den jungen Otto III. in Aachen zum deutschen König. Nach dem Tod von Kaiser Otto II. übergab er den Knaben Otto III. jedoch im Jahr 984 an Heinrich den Zänker. Warin unterstützte Heinrich offen bei dessen Streben nach der Krone.

Zwischen 981 und 985 vertrieb er den Abt von Gladbach, den man bei ihm verleumdet hatte, dass er mehr in den Diensten des Bischofs von Lüttich denn in seinen Diensten stehe. An seine Stelle setzte er einen Abt ein, welcher binnen kurzer Zeit das Vermögen, die Besitzungen und die Reliquien verschleuderte. 984 lieferte er den ihm anvertrauten jungen König Otto III. dem Herzog Heinrich von Bayern aus, der aus seiner Haft entlassen worden war und nun nach der Königskrone strebte.

Nach seinem Tod am 21. September 985 im Kloster St. Martin in Köln folgte ihm Erzbischof Everger(us).

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Wilhelm Oedinger: Geschichte des Erzbistums Köln. Band I., Köln 1972
Vorgänger Amt Nachfolger
Gero Erzbischof von Köln
976–985
Everger