Wibele

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Wibele

Wibele sind ein ursprünglich aus dem Städtchen Langenburg in Hohenlohe stammendes Süßgebäck aus Biskuitteig.

Der Teig aus Eiweiß, Puderzucker, Mehl und Vanillezucker erinnert an Russisch Brot, wird jedoch nur hellbraun gebacken. Das Gebäck hat die Form einer Schuhsohle, ist jedoch mit nur 22 Millimetern Länge und 12 Millimetern Breite sehr klein.[1]

Erstmals gebacken wurden die Wibele 1763[2] als Geduldszeltle durch Jakob Christian Carl Wibel, Hofkonditor beim Fürst zu Hohenlohe-Langenburg in Langenburg. Den Namen gab er dem Gebäck angeblich wegen der Geduld, die zur Herstellung aufzubringen sei. Erst nach 1800 wird das Gebäck nach seinem Hersteller als Wibele bezeichnet[1]. Nach anderen Angaben entstand der Name bereits zu Lebzeiten Jakob Wibels, als Fürst Karl zu Hohenlohe-Langenburg aus Verärgerung über die seiner Meinung nach schlechtere Qualität anderer Lieferanten verlangte, nur noch „vom Wibele“ beliefert zu werden.[1][2]

Das Langenburger Café Bauer darf als einzige Firma „Echte Wibele“ herstellen, da sich 1911 der damalige Inhaber den Namen beim Patentamt Berlin schützen ließ. Wibele ohne den Zusatz „Echte“ werden jedoch auch andernorts produziert.[1] Größter Hersteller ist die Confiserie Bosch aus Uhingen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Fördergemeinschaft für Qualitätsprodukte aus Baden-Württemberg e. V.: Langenburger Wibele, in: Spezialitäten aus Baden-Württemberg
  2. a b Café Bauer: Wie kamen die Wibele zu ihrem Namen?, Langenburg
  3. Wibele, in: Weitzmann Lexikon, Restaurant Weitzmann, Berlin