Hohenlohe-Langenburg

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Wappen der Fürsten Hohenlohe-Langenburg 1764

Das Haus Hohenlohe-Langenburg ist eine deutsch-österreichische Seitenlinie des hochadeligen Geschlechtes derer von Hohenlohe.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ursprüngliche Herrschaftsgebiet der Hohenlohe erstreckte sich über die später nach ihnen benannte Hohenloher Ebene zwischen Kocher, Tauber und Jagst. Trotz wiederholter Teilungen im 13. und 15. Jahrhundert sowie Schenkungen an den Deutschen Orden (1219) konnte Hohenlohe ein fast geschlossenes Territorium bilden. Die Herren von Hohenlohe wurden 1450 in den Reichsgrafenstand erhoben, ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden das Gebiet und seine Herrscher fürstlich.

Die Neuensteiner Linie spaltete sich im Jahre 1586–1590 unter Graf Friedrich in die Langenburger Seitenlinie.

Als eines der 16 mediatisierten Fürstenhäuser hatte die Familie einen erblichen Sitz im Herrenhaus, dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates.

Der Fürstlich Hohenlohescher Haus- und Phönixorden wurde vom Chef des Hauses an verdienstvolle Personen verliehen.

Die Mitglieder des Hauses sind auf dem fürstlichen Friedhof in Langenburg begraben. Dort befindet sich auch das als Kapelle genutzte Mausoleum der Familie Hohenlohe-Langenburg.

Wappen[Bearbeiten]

1764: Ein quadriertes Schild mit rotem Mittelschilde, blauer eingepfropfter Spitze und rotem Schildesfuße. Das Mittelschild ist mit einem roten Fürstenhute bedeckt und hat einen silbernen Schildesfuß. Im ersten goldenen Feld des Hauptschildes ein doppeltköpfiger schwarzer Adler; im zweiten blauen drei silberne Lilien, gestellt zwei und eins; im dritten silbernen die zwei schwarzen Leoparden, und im vierten schwarzen oben der Löwe unten die goldenen Rauten. In der gepfropften blauen Spitze ein silberner goldgekrönter Löwe mit zwei silbernen und einer blauen Straußfeder besteckt, wegen Gleichen. Der Schild ist von fünf Helmen besetzt. Auf dem mittelsten goldenen mit rechts rot-silberner Decke, links schwarz- goldener, mit auf einem roten Kissen mit goldenen Quasten ein blauer Fürstenhut mit drei goldenen Schnüren überzogen und besteckt mit drei roten Straußfedern, auf denen eine silberne Lilie schwebt. Dem Helm zur Rechten mit rot - und silberner Decke entwächst ein silberner Adler mit roten Schwungfedern und goldenem Schnabel; der zur Linken, ganz antiker geschlossener Stechhelm mit schwarz- und goldener Decke, ist mit zwei silbernen spitzen Hörnern versehen, deren jedes mit vier goldenen Lindenstängeln besteckt ist. Dem vierten gekrönten Helme zur Rechten mit rot- und silberner Decke entwachsen zwei oben rote unten silberne Büffelshörner, jedes im Mundloch mit einer rot- und silbernen Fahne besteckt, und der fünfte gekrönte zur Linken mit schwarz- und goldener Decke zeigt zwischen zwei schwarzen Büffelshörnern den goldenen Löwen wachsend. Schildhalter : zur Rechten ein goldener doppeltgeschwänzter Löwe mit dem blauen Fürstenhute auf dem Haupte in seinen Pranken die silberne Fahne mit den drei goldenen Flammen haltend, und zur Linken ein schwarzer goldgekrönter Leopard eine schwarze Sturmfahne mit zwei schreitenden goldgekrönten Löwen haltend. Beide Schildhalter stehen auf einem roten gerießerten Bande mit weißem Saum und dem goldenen Motto: „EX FLAMMIS ORIOR“. Das ganze Schild wird von einem roten Fürstenmantel mit Fürstenhute umgeben.[1]

Grafen zu Hohenlohe-Langenburg[Bearbeiten]

Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg[Bearbeiten]

  • Ludwig (1696–1765), Graf von Hohenlohe-Langenburg; wurde 1764 in den Reichsfürstenstand erhoben
  • Christian Albrecht (1726–1789), Fürst des Hauses Hohenlohe-Langenburg und niederländischer Generalleutnant
  • Karl Ludwig (1762–1825), Fürst des Hauses Hohenlohe-Langenburg
  • Ernst I. (1794–1860), Fürst des Hauses Hohenlohe-Langenburg
  • Karl (1829–1907), Fürst des Hauses Hohenlohe-Langenburg, Stammvater der Fürsten von Weikersheim
  • Hermann (1832–1913), Fürst des Hauses Hohenlohe-Langenburg
  • Ernst II. (1863–1950), von 1900 bis 1905 Regent von Sachsen-Coburg und Gotha
  • Gottfried (1897–1960), von 1950 bis 1960
  • Kraft (1935–2004), von 1960 bis 2004
  • Philipp (* 1970), seit 2004

weitere Mitglieder des Hauses[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leonhard Dorst von Schatzberg: „Württembergisches Wappenbuch oder Die Wappen des immatriculirten Adels im Königreich Württemberg, im Buntdruck herausgegeben“, Verlag Ch. Graeger, Halle an der Saale 1846, S 3f.