Wimmelbilderbuch

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Ein früher Vorläufer der Wimmelbilder: Die niederländischen Sprichwörter von Pieter Brueghel d. Ä.

Das Wimmelbilderbuch ist eine spezielle Form des Bilderbuchs. Charakteristisch ist das im Verhältnis zu anderen Bilderbüchern große Format. Häufig werden Formate größer als A4 gewählt. Auf den sich dann im Buch meist doppelseitig erstreckenden Bildern wimmelt es von detailliert dargestellten Menschen, Tieren und Dingen, woraus sich der Name der Bilderbuchart ergibt. Innerhalb eines Bildes werden Dutzende kleine Alltagsszenen dargestellt, die miteinander durch die gemeinsame Umgebung, wie zum Beispiel einen Zoo, eine Stadt oder einen Bauernhof, verbunden sind.

Wimmelbilderbücher richten sich an Kinder ab circa 18 Monate. Da es immer wieder Neues zu entdecken gibt, erfreuen sie sich bei Kindern und Eltern großer Beliebtheit. Die dargestellten Alltagsszenen ermöglichen beim gemeinsamen Betrachten einen regen Austausch zwischen Erwachsenen und Kindern über die dargestellten Situationen. Wimmelbilder sind auch ein beliebtes Motiv für Puzzles.

Bekannte Autoren von Wimmelbilderbüchern sind zum Beispiel Ali Mitgutsch, Rotraut Susanne Berner, Eva Scherbarth, Hans Jürgen Press und Lila L. Leiber. Wimmelbücher für größere Kinder stammen von dem britischen Illustrator Martin Handford (Wo ist Walter?).

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Als die Väter der Wimmelbilder gelten Hieronymus Bosch, Pieter Brueghel der Ältere und Hans Jürgen Press.

Die digitale Variante des Wimmelbuches heißt Wimmelspiel. Der Spieler klickt sich durch verschiedene Bildschirme einer Geschichte und versucht dabei, möglichst viele vorgegebene Gegenstände mit der Maus anzuklicken oder auch zu kombinieren.

Literatur [Bearbeiten]

  • Cornelia Rémi: Reading as Playing: The Cognitive Challenge of the Wimmelbook. In: Bettina Kümmerling-Meibauer (Hrsg.): Emergent Literacy: Children’s Books from 0 to 3; Amsterdam: John Benjamins, 2011 (Studies in Written Language and Literacy 13); S. 115–139.

Weblinks [Bearbeiten]