Wissenschaftliches Rechnen

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Simulation der Kollision zweier Schwarzer Löcher am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (2012)

Als wissenschaftliches Rechnen oder Simulationswissenschaften[1] (eng. scientific computing oder computational science) bezeichnet man eine interdisziplinäre Forschungsdisziplin, die zwischen der numerischen Mathematik, der Informatik und der wissenschaftlichen Richtung, aus der das zu betrachtende Modell kommt, angesiedelt ist.

Motivation[Bearbeiten]

Klassisch basiert die Forschung in vielen Natur- und Ingenieurwissenschaften auf zwei Säulen, der Theorie und dem Experiment. Beim wissenschaftlichen Rechnen tritt die numerische Simulation neben diese beiden Säulen. Das Ziel des wissenschaftlichen Rechnens ist es, die Anzahl teurer Experimente zu verringern oder diese komplett zu ersetzen, da beim wissenschaftlichen Rechnen am Computer Experimente durchgeführt werden können, die real nicht möglich oder unwirtschaftlich wären.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Carsten Burstedde: Was ist eigentlich Wissenschaftliches Rechnen? In: Forschung & Lehre. März 2013, S. 216-217.
  • Richard Crandall: Topics in advanced scientific computation. Springer-Verlag, 1996, ISBN 0387944737.
  • Richard Crandall: Projects in scientific computation. Springer-Verlag, 2000, ISBN 0387950095.
  • Richard Crandall: Introduction to scientific computation: A primer. Springer-Verlag, 2009, ISBN 0387948406.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Strategische Weiterentwicklung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens in Deutschland. Wissenschaftsrat, 2012. S. 5.