Wolkenkuckucksheim

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Dieser Artikel behandelt die Herkunft des Begriffs Wolkenkuckucksheim, für die gleichnamige Architekturzeitschrift siehe Wolkenkuckucksheim (Zeitschrift).

Das Wort Wolkenkuckucksheim ist eine Lehnübersetzung des altgriechischen Νεφελοκοκκυγία Nephelokokkygia, das aus Aristophanes’ Komödie Die Vögel stammt. Es bezeichnet eine Stadt in den Wolken, die sich die Vögel als Zwischenreich gebaut haben. Mittlerweile wird der Begriff ähnlich wie der des Luftschlosses verwendet: als eine Utopie ohne Bodenhaftung, also ohne Realitätssinn.

Der Philosoph Arthur Schopenhauer übersetzte das Wort bereits 1813 in seiner Schrift Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde auf diese Weise[1], insgleichen später in seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung[2] und anderswo. Er gab ihm dabei auch die erweiterte Bedeutung, indem er anderen Philosophen vorwarf, eben nur von „Wolkenkuckucksheim“ zu reden. Während einige Aristophanes-Übersetzer zuvor etwa „Wolkenkuckucksburg“ oder „Kuckuckswolkenhof“ gesetzt hatten, hat Ludwig Seeger ebenfalls diese Form gewählt.

Karl Kraus verfasste 1923 eine modernere Version von Die Vögel mit dem Titel Wolkenkuckucksheim.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. § 34
  2. erster Band, vierter Teil, § 53

Siehe auch[Bearbeiten]

Wiktionary Wiktionary: Wolkenkuckucksheim – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Literatur[Bearbeiten]

  • Bruno Zannini Quirini: Nephelokokkygia. La prospettiva mitica degli ‚Uccelli‘ di Aristofane, Rom 1987. ISBN 88-7062-624-5