X3D

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Extensible 3D, kurz X3D, ist eine auf XML (XML-Encoding, Datei-Endung .x3d) basierende Beschreibungssprache für 3D-Modelle, die in einem Webbrowser angezeigt werden können. X3D[1] wird betreut durch das Web3D Consortium[2] und wurde im Jahre 2001 vom W3C-Konsortium als offizieller Standard für 3D-Inhalte im Internet verabschiedet. Es bildet den Nachfolger des VRML-Standards, welcher als sog. Classic-Encoding (Datei-Endung .x3dv) immer noch Teil von X3D ist, und ist seit Dezember 2004[3] als ein offener ISO-Standard spezifiziert.

Weitere Details[Bearbeiten]

Genau wie in VRML lassen sich auch in X3D dreidimensionale virtuelle Welten, Spiele, wissenschaftliche Visualisierungen und interaktive Lernanwendungen in Echtzeit realisieren. Gegenüber VRML stehen jedoch bei X3D wesentlich mehr standardisierte Möglichkeiten und Schnittstellen bereit.

Der Funktionsumfang von X3D ist in Profile[4] (z.B. Interchange oder Immersive) aufgeteilt. Dies erlaubt es Herstellern, standardkonforme Programme zu erstellen, ohne alle Details implementieren zu müssen, wie dies beim für damalige Verhältnisse recht umfangreichen Standard VRML97 der Fall war.

Ab dem Jahr 2005 sollte X3D auch Bestandteil des MPEG4-Standards werden und dort ebenfalls VRML97 ablösen. Um eine Verbindung zwischen X3D und 3D-Inhalten in MPEG-4 (BIFS) herzustellen wurde eine Teilmenge von X3D mit der Bezeichnung XMT-A. entwickelt. Es ist eine in MPEG-4 Part 11 definierte Variante des Extensible MPEG-4 Textual format (XMT).[5]

Darüber hinaus lassen sich X3D-Inhalte in XPS-Dokumente (XML Paper Specification) einbetten. Das Format wurde 2009 von Ecma International als ECMA-388 standardisiert.[6] Das Portable Document Format (PDF) unterstützt eine vergleichbare Einbettung von 3D-Inhalten, hier wird jedoch das U3D-Format (ECMA-363) eingesetzt.[7]

Weiterhin gibt es einen weit gediehenen ISO-Entwurf, um X3D-Daten in einer Binärdatei zu speichern (Binary-Encoding, Datei-Endung .x3db, MIME-Type model/x3d+binary).[8]

Um sich eine X3D-Datei im WWW anschauen zu können, benötigt man ein Plugin für den Browser, zum Beispiel den Octaga FreePlayer, FreeWrl, BS Contact VRML/X3D oder eher Webbrowser-unabhaengige Programme wie Xj3D oder X3DOM.[9]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jörg H. Kloss: X3D. Programmierung interaktiver 3D-Anwendungen für das Internet. München 2010: Addison-Wesley. ISBN 978-3-8273-2829-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. X3D-Spezifikation
  2. Web3D-Konsortium
  3. ISO/IEC 19775-1:2004
  4. X3D-Profile
  5. http://www.web3d.org/x3d/wiki/images/3/30/X3dom-web3d2009-paper.pdf
  6. http://www.ecma-international.org/publications/standards/Ecma-388.htm
  7. http://findarticles.com/p/articles/mi_m0BLL/is_2_22/ai_n13487390/
  8. http://www.web3d.org/files/specifications/19776-3/V3.1/Part03/concepts.html
  9. http://www.x3dom.org/