Echtzeit

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Dieser Artikel erläutert die reale Zeit im Gegensatz zu simulierter Zeit; zu weiteren Bedeutungen siehe Echtzeit (Begriffsklärung).

Echtzeit oder Realzeit (englisch real-time) ist in der Datenverarbeitung die tatsächliche Zeit im Unterschied zu einer simulierten oder rekonstruierten Zeit.[1] Als Echtzeitsysteme werden Systeme bezeichnet, die an sie gestellte quantitative Echtzeitanforderungen erfüllen.[2]

Beispiele [Bearbeiten]

Die Steuerung der Aufzeichnung eines Crash-Tests mit Sensoren und Hochgeschwindigkeitskameras geschieht notwendigerweise in Echtzeit, während bei den Simulationen des Crashs (vorher zwecks Konstruktion, nachher zwecks Interpretation) die Zeitvariable der physikalischen Modelle viel langsamer abläuft. Andere Modelle lassen sich sehr viel schneller durchrechnen als in Echtzeit, etwa die Sternentstehung in einer Gas- und Staubwolke.

Manche Anwendungen erfordern, dass die simulierte Zeit deutlich schneller als die Echtzeit abläuft (Bsp. Wettermodell) oder parallel zu ihr (Bsp. Echtzeit-Strategiespiel). Dazu wird der Detaillierungsgrad der Modellierung bzw. der Visualisierung an die Leistungsfähigkeit der Hardware angepasst.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Christian Czech: Die quantitative Analyse von Geschäftsprozessen, GRIN, 2007, ISBN 978-3-638-88031-2, eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche.
  2. Alfred Nischwitz et al.: Computergrafik und Bildverarbeitung: Band I: Computergrafik, Vieweg, 2011, ISBN 978-3-8348-1304-6, eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche, Zitat zur Verwendung von „Echtzeit“ im Kontext von Echtzeitanforderungen: „sonst würde eine Simulation von zehn Minuten Echtzeit über vier Jahre dauern!“ (S. 28).