WebGL

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WebGL
WebGL logo.png
Entwickler Khronos Group
Aktuelle Version 1.0
(3. März 2011)
Betriebssystem plattformübergreifend
Kategorie Grafikbibliothek
Lizenz lizenzfrei
Deutschsprachig nein
www.khronos.org/webgl

WebGL steht für Web Graphics Library (englisch für Web-Grafik-Bibliothek) und ist ein Bestandteil von Webbrowsern, mit dessen Hilfe hardwarebeschleunigte 3D-Grafiken direkt im Browser – ohne zusätzliche Erweiterungen – dargestellt werden können.[1]

Hintergrund und Geschichte[Bearbeiten]

WebGL ist eine 3D-Grafik-Programmierschnittstelle für Webbrowser, auf der Basis von OpenGL ES (Version 2.0) im Zusammenspiel mit der Programmiersprache JavaScript, die von der Khronos Group und Mozilla als lizenzfreier Standard entwickelt wird. Die Arbeiten an dem Projekt wurden im April 2009 begonnen.[2] Im Mai 2010 wurde bekannt gegeben, dass die Firma Google den Standard ebenfalls unterstützen wird.[3]

Erste Implementierungen von WebGL wurden in den Rendering-Engines WebKit und Gecko realisiert. Zudem haben sich bereits seit August 2009 die IT-Unternehmen AMD, Ericsson, Nvidia und Opera an der Entwicklung des Projektes beteiligt.[4][5]

Am 3. März 2011 wurde die erste Version der WebGL-Spezifikation auf der Game Developers Conference in San Francisco freigegeben.[6][7][8] Im März 2011 wurde WebGL von Googles Webbrowser Chrome und Mozillas Firefox unterstützt und ansonsten in Browser-Vorabversionen von Safari und Opera standardmäßig aktiviert.[1][7]

Im November 2011 wurde das von Google im März 2011 vorgestellte Projekt Angle (was ausgeschrieben für Almost Native Graphics Layer Engine steht) für OpenGL ES Version 2.0 zertifiziert, womit es möglich wird, plattformübergreifende Anwendungen mit WebGL-Unterstützung unter anderem für die drei bekanntesten Betriebssystemplattformen – Windows, Mac und Linux – zu entwickeln.[9][10][11]

Erstellung von Inhalten[Bearbeiten]

Grafiker können ohne Programmierung Inhalte für WebGL mit Softwarewerkzeugen wie Blender, CopperCube oder Maya erstellen. Die 3D-Szenen werden dann nach WebGL exportiert. Dies ist beispielsweise mit Inka3D[12] möglich, einem WebGL-Exportmodul für Maya.

Für Entwickler existiert bereits eine umfassende, in der Programmiersprache JavaScript implementierte, freie 3D-Umgebung Namens Three.js.[13]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Demoseiten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 3D-Grafik: Chrome aktiviert WebGL – Artikel bei Golem.de, vom 17. Dezember 2010
  2. 3D-API fürs Web – Artikel bei Golem.de, vom 25. März 2009
  3. Google stellt O3D zugunsten von WebGL ein – Artikel bei Golem.de, vom 9. Mai 2010
  4. WebGL – Firefox wird 3D-fähig – Artikel bei Golem.de, vom 20. September 2009
  5. Firefox mit anfänglicher WebGL-Anbindung – Artikel bei Heise online, vom 20. September 2009
  6. Khronos Releases Final WebGL 1.0 Specification (englisch) – Pressemeldung bei der Khronos Group, vom 3. März 2011
  7. a b 3D im Browser: WebGL 1.0 ist fertig – Artikel bei Golem.de, vom 4. März 2011
  8. GDC: 3D im Browser – WebGL 1.0 ist fertig – Artikel bei Heise online, vom 4. März 2011
  9. Angle: Vollständige Implementierung von OpenGL ES 2.0 für Windows – Artikel bei Golem.de, vom 29. November 2011
  10. Googles Grafiksystem ANGLE für OpenGL ES 2.0 zertifiziert – Artikel bei Heise online, vom 5. Dezember 2011
  11. Angleproject (englisch) – Projektseite bei Google Code; Stand: 9. Dezember 2011
  12. Inka3D (englisch) – offizielle Startseite; Stand: 5. Dezember 2011
  13. mrdoob/three.js (englisch) – Seite bei GitHub; Stand: 17. November 2011