Yajirō

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Denkmal im Xavier-Park in Kagoshima: In der Mitte Francisco de Xavier, zu seiner linken Anjiro, rechts Bernhard von Kagoshima

Yajirō (jap. ヤジロウ/弥次郎, auch: Anjirō (アンジロー) oder Anjero (アンジェロ) für dt. Angelo; * wohl nach 1510; † nach 1548) war ein japanischer Samurai aus der Provinz Satsuma, der den baskischen Jesuiten Francisco de Xavier y Jassu 1547 von Goa nach Japan gebracht haben soll, was den Anfang der christlichen Mission in Japan bedeutete.

Fernão Mendes Pinto berichtet in seiner episch ausgestalteten Biografie, Yajirō sei 1547, weil er einen Mord begangen habe, auf ein portugiesisches Schiff geflüchtet, das im Hafen von Yamakawa lag. Pinto habe ihn da kennengelernt und später mit Francisco de Xavier bekannt gemacht, der dadurch zu seinen Missionsreisen nach Japan angeregt worden sei.

Nach der Konversion zum Christentum war Yajirō auch als Paulo de Santa Fé bekannt.