Yoda Conditions
Yoda Conditions (auch: Yoda Notations) bezeichnen im Programmierjargon eine Form der Quelltextformatierung, bei der innerhalb einer Kondition zwei Teile des Ausdrucks vertauscht werden. Die Bezeichnung für diesen Programmierstil leitet sich aus der Figur Yoda aus dem Star-Wars-Universum ab, der dazu neigte, einige Wörter innerhalb eines Satzes zu vertauschen.[1]
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Beispiel [Bearbeiten]
Gewöhnlicherweise schreiben Programmierer eine Bedingung, in diesem Fall eine bedingte Anweisung, so aus:
if($wert == 52) { /* ... */ } // Liest sich wie: Wenn Wert gleich 52...
Yoda Conditions bezeichnen nun das genaue Gegenteil des Ausdruckinhalts:
if(52 == $wert) { /* ... */ } // Liest sich wie: Wenn 52 gleich Wert...
Bei diesem Programmierstil werden demnach zuerst die Konstanten aufgeführt und danach der variable Vergleichswert. Analog zur Aussprache des Namensgebers Yoda („Vergessen du musst was früher du gelernt“) führt dies zu einer seltsam anmutenden Aussprache der Kondition: „Wenn null gleich $wert ist ...“.
Vorteil [Bearbeiten]
Das Vertauschen der beiden Bedingungswerte ändert nichts am Verhalten des Programms. Obwohl sich für den Programmierer diese Kondition schlechter lesen lässt als das erste Beispiel, hat diese Anwendung einen Vorteil: Ein bekannter Flüchtigkeitsfehler, der aus der Kondition eine Variablenzuweisung macht, kann ausgeschlossen werden:
if($wert = 52) { /* ... */ } // Ist (unbeabsichtigt vom Programmierer) immer true
Yoda Conditions bezeichnen nun das genaue Gegenteil des Ausdruckinhalts:
if(52 = $wert) { /* ... */ } // Erzeugt einen Syntaxfehler
Das untere Beispiel verhindert den Flüchtigkeitsfehler, da während der Laufzeit oder beim Kompilieren ein Fehler ausgegeben bzw. erzeugt wird: 52 ist eine Konstante; dieser kann kein Wert zugewiesen werden[2].
Kritik [Bearbeiten]
Kritiker des Notationsstils sehen die mangelhafte Lesbarkeit als überwiegenden Nachteil an, der das vermeintliche Problem des oben beschriebenen Flüchtigkeitsfehlers nicht aufwiegt. Dabei wird angeführt, dass moderne Entwicklungsumgebungen diese Zeile als möglichen Fehler markieren. Moderne Programmiersprachen wie C# erlauben zudem eine Variablenzuweisung innerhalb einer Kondition ohnehin nicht.[3] In der Programmiersprache D haben Zuweisungen keinen Booleschen Datentyp und können somit nicht als if-Kriterium verwendet werden.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- united-coders.com: What are Yoda Conditions? Beispiel für Programmiersprache Java (engl.)
- New programmier jargon Erwähnung der Yoda Conditions als Teil einer Sammlung über Begriffe aus dem Programmierjargon
- Yoda Notation von Coding in Style
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ debuggen du musst - Yoda Conditions in PHP. 10. Mai 2010, abgerufen am 22. September 2011 (deutsch).
- ↑ Nils Langner: Yoda Conditions. 26. Juli 2010, abgerufen am 22. September 2011 (deutsch).
- ↑ Why Yoda conditions are bad and usage of Java’s ‘final’ keyword is good. 15. Mai 2011, abgerufen am 22. September 2011.