Yorkshire Pudding

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In der Pfanne hergestellter Yorkshire-Pudding
In Portionsformen hergestellte, kleine Yorkshire-Puddings
Kleine Yorkshire-Puddings als typische Beilage beim Sunday roast

Yorkshire Pudding (engl.: Yorkshire pudding) ist ein Backwerk, das als Beilage der englischen Küche zu Steaks, Roastbeef und anderen gebratenen Fleischgerichten gereicht wird.

Hergestellt wird er aus einem Eierkuchenteig aus Mehl, Milch, Eiern, Fett (traditionell Rindernierenfett), Salz und eventuell Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss. Der Teig (batter) muss sehr flüssig sein und mindestens eine halbe Stunde ruhen. Es gibt zwei Zubereitungsarten für den Yorkshire Pudding. Bei der einen wird der Teig fingerdick in einer Pfanne oder Auflaufform bei starker Hitze im Ofen goldbraun gebacken und anschließend in Rauten zerschnitten. Bei der anderen Zubereitungsart wird der Teig portionsweise in kleine Pasteten- oder Muffin-Formen gegossen. Damit der Teig aufgeht, müssen Pfanne oder Formen eingefettet und sehr hoch erhitzt werden, bevor der Teig hinzugegeben wird. Bei dieser Zubereitungsart bekommt der Yorkshire-Pudding seine typische Mulde, in die man die Bratensauce geben kann.

Beim traditionellen englischen bzw. britischen Sonntagsessen (Sunday roast) wird Yorkshire-Pudding im selben Ofen wie das Roastbeef oder sonst verwendete Fleisch gebacken, wobei der Pudding unter dem Fleischstück gart, und so der Bratensaft in den Pudding tropft und ihm so zusätzliches Aroma verleiht.

Mit Konfitüre oder Zuckersirup (Golden Syrup) wird Yorkshire-Pudding auch als Nachspeise serviert.

Das Rezept ähnelt dem des schwäbischen Pfitzaufs und der amerikanischen Popovers.

Literatur[Bearbeiten]

  • Betty Rosbottom: Sunday Roasts. A Year’s Worth of Mouthwatering Roasts, from Old-Fashioned Pot Roasts to Glorious Turkeys and Legs of Lamb. Chronicle Books, San Francisco 2011, ISBN 978-08118-7968-2 (englisch).
  • Clarissa Dickson Wright, Johnny Scott: Sonntagsbraten. Christian Verlag, München 2007, ISBN 978-3-88472-776-8.
  • Patricia Clough: English cooking. Ein schlechter Ruf wird widerlegt. dtv, München 2001, ISBN 3-423-36218-9.

Weblinks[Bearbeiten]