Zagwe-Dynastie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zagwe-Dynastie bedeutet übersetzt „Die Dynastie der Agau“. Sie beherrschte Äthiopien vom Ende des Königreichs von Aksum bis 1270, als Yekuno Amlak den letzten Zagwe-König im Kampf besiegte und tötete. Ihr bekanntester König war Gebra Maskal Lalibela, welcher die Felsenkirchen von Lalibela bauen ließ.

Der äthiopische Historiker Tadesse Tamrat behauptet, dass im Gegensatz zu der Praxis von späteren Herrschern über Äthiopien unter der Zagwe-Dynastie (nach den Erbschaftsregeln der Agaw) der Bruder des Königs der Thronfolger war.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zagwe-Dynastie kam aus einer christlichen fürstlichen Familie der Agau. Sie verlegten die Hauptstadt von Aksum nach Roha in Lasta.

Die Anzahl von Königen, die zu dieser Dynastie gehören, ist unbestimmt: äthiopische Listen liefern zwischen fünf und sechzehn Namen für die Könige, welche dieser Dynastie angehört haben sollen. Übereinstimmend wird König Mara Takla Haymanot, Schwiegersohn des letzten Königs von Aksum, Dil Na'od, als Gründer benannt. Der Name des letzten Königs dieser Dynastie ging jedoch verloren. Alte erhalten gebliebene Chroniken und mündliche Überlieferungen nennen ihn Za-Ilmaknun, was eindeutig ein Pseudonym ist (Taddesse Tamrat übersetzt ihn als „der Unbekannte, der Verborgene“). Verwendet wurde dieser Name kurz nach Ende seiner Herrschaft von der Solomonischen Dynastie und war wohl ein Akt des Damnatio memoriae. Taddesse Tamrat glaubt, dass dieser letzte Herrscher tatsächlich Yetbarak hieß.

Literatur[Bearbeiten]

  • Taddesse Tamrat: The Legacy of Aksum and Adafa. In ders.: Church and State in Ethiopia. Clarendon Press, Oxford 1972, ISBN 0-19-821671-8

Weblinks[Bearbeiten]