Zahntaube

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Zahntaube
Zahntauben

Zahntauben

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Zahntauben
Art: Zahntaube
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Didunculus
Peale, 1848
Wissenschaftlicher Name der Art
Didunculus strigirostris
(Jardine, 1845)

Die Zahntaube (Didunculus strigirostris) ist eine Art der Taubenvögel und einzige rezente Vertreterin ihrer Gattung. Es ist eine sehr wenig erforschte Art, die nur auf zwei der Samoa-Inseln vorkommt. Mögliche nahe Verwandte der Art sind die Indopazifischen Erdtauben sowie die Fasantaube.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Die Zahntaube erreicht eine Körperlänge von etwa 31 Zentimetern.[1] Sie ist damit etwa so groß wie eine Ringeltaube. Es handelt sich um eine langbeinige Art. Die Beine sind unbefiedert. Das Gefieder an Kopf, Hals, oberen Mantel und Brust ist dunkelgrün. Der hintere Hals, der Rücken sowie der Bürzel, der Schwanz und die Flügel sind kastanienbraun. Der Bauch ist schwarzgrün. Die Handschwingen und die Flügeldecken sind schwarzgrau.

Auffallend an dieser Art ist insbesondere der große Schnabel, der an der Spitze hakenförmig gebogen ist. Die Nasenlöcher sind waagerecht und schlitzförmig schmal. Er weist in seiner Form Ähnlichkeit zu den Schnäbeln der ausgestorbenen Dronten auf.

Verbreitungsgebiet, Lebensraum und Verhalten[Bearbeiten]

Die Zahntaube kommt nur auf den Samoa-Inseln Upolu und Savaiʻi vor. Sie kommt nach derzeitigen Erkenntnissen an Berghängen in einer Höhe zwischen 300 und 1.300 Meter NN vor. Über ihre Lebensgewohnheiten ist sehr wenig bekannt. Im 19. Jahrhundert galt sie als eine bodenbewohnende Art, die ihre Nester überwiegend am Boden errichtet. Diese wurden jedoch oft durch Schweine zerstört. Nach Beobachtungen, die im Verlauf des 20. Jahrhunderts gemacht wurden, brütet die Zahntaube in Bäumen und baumt sowohl zum Schlafen als auch zum Ruhen auf. Ihre Nahrungsgewohnheiten sind abweichend von denen anderer Tauben. Sie ist in der Lage, ähnlich wie ein Papagei hartschalige Nüsse aufzubeißen.[2] Es wird für möglich gehalten, dass der schwere Tsunami 2009 die Restbestände der Zahntaube weiter dezimiert haben könnte. Genaue Bestandschätzungen sind auch deshalb schwierig, da ihr Ruf dem der Weißkehltaube sehr ähnelt.[3]

Sonstiges[Bearbeiten]

Auf der Rückseite des 20-Tala-Scheins ist eine Zahntaube abgebildet.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rösler, S. 318
  2. Rösler, S. 318
  3. www.zgap-berlin.de, 22. November 2009

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht, Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0
  • Alfred Brehm, Die Lebensweise der Didunculus strigirostris, Journal für Ornithologie, Band 14, Heft VI, Nr. 84, 1866, S. 388-389 (online)

Weblinks[Bearbeiten]