Zak Yacoob

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Zakeria Mohammed Yacoob (* 3. März 1948 in Durban) ist ein südafrikanischer Jurist und Richter am Verfassungsgericht der Republik Südafrika.

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Yacoob kommt aus einer indischstämmigen Familie. Im Alter von 16 Monaten erkrankte er an einer Meningitis und erblindete. Er besuchte die Arthur Blaxall School for the Blind in Durban. Anschließend studierte er Englisch und Zivilrecht am University College (heute Universität von KwaZulu-Natal) in Durban und schloss sein Studium 1969 mit einem Bachelor ab. 1972 erwarb er zusätzlich den Bachelor of Laws. Schon an der Universität betätigte er sich politisch und beteiligte sich an den ersten Wahlen einer Studenten-Vertretung.

Karriere[Bearbeiten]

Yacoob arbeitete von 1973 bis 1991 als Anwalt am Gericht in Durban und führte eine Rechtsanwaltspraxis. Er vertrat 1984 die Durban Six mit der britischen Regierung, sechs südafrikanische Bürgerrechtler, die sich vor einer drohenden Verhaftung in das britische Konsulat in Durban gerettet hatten und um Asyl baten.[1] In ihrem Namen verhandelte er mit der britischen Regierung und sprach vor den Vereinten Nationen in New York. Er verteidigte Mitglieder der United Democratic Front im Delmas Treason Trial und des African National Congress im Vula Trial.

Im Mai 1991 wurde er zum Richter ernannt. Nelson Mandela berief ihn 1998 an das südafrikanische Verfassungsgericht.

Aktivismus[Bearbeiten]

Yacoob engagierte sich gegen die Apartheid, für die Rechte der indischstämmigen Südafrikaner sowie der Blinden. Er war der Vorsitzende des Bürgerrechtskomitees Durban Committee of Ten und des South African National Council for the Blind. Von 1981 bis 1991 saß er im Vorstand des Natal Indian Congress.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Graham Leach: South Africa: no easy path to peace. 1986. S. 139 ff.

Weblinks[Bearbeiten]