Durban

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Durban
Durban (Südafrika)
Red pog.svg
Koordinaten 29° 51′ S, 31° 1′ O-29.8531.016666666667Koordinaten: 29° 51′ S, 31° 1′ O
Map of KwaZulu-Natal with eThekwini highlighted (2011).svg
Symbole
Flagge
Flagge
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

KwaZulu-Natal
Metropole eThekwini
Höhe 0 m
Fläche
Metropolregion 2291,9 km²
Einwohner 3.346.799 (2004)
Metropolregion 3.442.361 (2011)
Dichte Vorlage:Infobox Ort/Wartung/Dichte
Metropolregion 1502 Ew./km²
Gründung 1835
Webseite www.durban.gov.za (englisch)
Politik
Bürgermeister James Khumalo
Blick auf ein Wohnviertel Durbans aus der Luft
Blick auf ein Wohnviertel Durbans aus der Luft


Durban [ˈdœːbən] (zulu eThekwini [ˈɛːʔtʰɛˌkwinĭ], früher Port Natal) ist eine Großstadt am Indischen Ozean an der Ostküste Südafrikas. Mit umliegenden Orten bildet sie die eThekwini metropolitan municipality. Mit über 3,4 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2011) ist sie die größte Stadt der Provinz KwaZulu-Natal und nach Johannesburg und Kapstadt die drittgrößte Stadt Südafrikas.

Durban ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt mit dem größten Hafen Afrikas und aufgrund seiner Strände und des subtropischen Klimas ein vielbesuchtes Urlaubszentrum des Landes.

Geographie[Bearbeiten]

Durban liegt an der südöstlichen Küste Südafrikas in der Provinz KwaZulu-Natal, die im Osten vom Indischen Ozean und im Westen von den Drakensbergen mit Gipfeln von über 3000 Meter Höhe begrenzt wird.

Klima[Bearbeiten]

Während das Hinterland vor allem aus Savanne besteht, herrscht an der Küste ein feuchtes, subtropisches Klima vor. Die Jahresniederschläge betragen etwa 1000 mm und fallen vor allem im Sommer, der sehr heiß wird. Das Klima von Durban als Küstenstadt wird vom warmen Wasser des Agulhas-Stromes beeinflusst, der von Mosambik die Küste entlang nach Süden verläuft.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Durban
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 27,8 28,0 27,7 26,1 24,5 23,0 22,6 22,8 23,3 24,0 25,2 26,9 Ø 25,1
Min. Temperatur (°C) 21,1 21,1 20,2 17,4 13,8 10,6 10,5 12,5 15,3 16,8 18,3 20,0 Ø 16,4
Niederschlag (mm) 134 113 120 73 59 28 39 62 73 98 108 102 Σ 1.009
Sonnenstunden (h/d) 5,9 6,2 6,4 7,0 7,4 7,6 7,5 6,7 5,7 5,4 5,7 6,0 Ø 6,5
Regentage (d) 15,2 12,9 12,6 9,2 6,8 4,5 4,9 7,1 11,0 15,1 16,0 15,0 Σ 130,3
Wassertemperatur (°C) 24 24 24 23 22 21 21 20 21 21 22 23 Ø 22,2
Luftfeuchtigkeit (%) 80 80 80 78 76 72 72 75 77 78 79 79 Ø 77,2
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23,0
10,6
22,6
10,5
22,8
12,5
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Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Spuren von Menschen in dieser Region sind Felszeichnungen in Höhlen der Drakensberge, deren Alter auf das Jahr 100.000 v. Chr. geschätzt werden. Diese ursprünglichen Einwohner wurden von den Bantu, die vom 2. Jahrtausend v. Chr. an aus dem Norden kommend die Gegend bevölkerten, vertrieben. Insgesamt ist über die Zeit vor der Landung des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama nur wenig bekannt.

Da Gama entdeckte die Bucht (von den Zulu Thekwini - deutsch „Lagune“ genannt), an der später die Stadt entstand, am 25. Dezember 1497 auf seiner ersten Indienreise bei der Suche nach einem Seeweg von Europa nach Indien. Sie stellte einen der wenigen natürlichen Häfen an der afrikanischen Ostküste dar. Er nannte den Ort nach dem Entdeckungstag (lat.: dies natalis) Rio de Natal oder „Weihnachtsfluss“ in der falschen Annahme, dass es sich bei der Bucht um eine Flussmündung handelte. Später wurde daraus Port Natal[1].

Für etwa dreihundert Jahre war Port Natal vor allem eine Zufluchtsstätte für Schiffbrüchige, Sklavenhändler und Kaufleute. Erst 1823 gründeten britische Siedler unter der Führung von Henry Fynn eine permanente Siedlung. Mittlerweile zu einer Stadt angewachsen, erhielt sie 1835 zu Ehren des damaligen Gouverneurs der Kapkolonie Benjamin D’Urban ihren heutigen Namen.

1838 überquerten Voortrekker, burische Siedler auf ihrem großen Treck, die Drakensberge und gründeten Pietermaritzburg, 80 Kilometer nordwestlich von Durban. Als der Anführer der Buren, Pieter Retief, mit dem Zulu-König Dingane über das Abtreten von Zulu-Gebieten an die Buren verhandeln wollte, ließ dieser ihn und seine Delegation ermorden. Dingane war 1828 seinem Halbbruder Shaka auf den Thron gefolgt. Während dieser ein gutes Verhältnis zu den weißen Siedlern pflegte, zeigte Dingane offen Feindseligkeit und Aggressivität. Nach dem Tod Retiefs kam es zu blutigen Kämpfen zwischen Buren und Zulu, die erst mit dem Sieg in der Schlacht am Blood River für die Buren entschieden wurden.[1]

Indische Arbeiter in Südafrika

Auf eine kurze Zeit der relativen Ruhe folgten 1842 mehrere Kämpfe zwischen Buren und Briten. Nachdem sie die Briten in der Schlacht von Congella besiegt hatten, besetzten die Buren Durban für kurze Zeit und belagerten das dortige britische Fort, wurden jedoch von britischen Verstärkungen, die auf dem Seeweg eintrafen, wieder vertrieben. 1843 wurde die Region endgültig von den Briten annektiert und zu einem Teil der Kapkolonie, bevor sie 1856 den Status einer eigenständigen Kolonie erhielt.[1]

Durch den Kolonialstatus stieg Durban zum wichtigen Hafen- und Handelsplatz im südlichen Afrika auf. Ab 1860 brachten die Briten Tausende indische Landarbeiter nach Natal, die über den Hafen Durban einwanderten. Sie erlangten nach und nach einen deutlichen Einfluss auf die Stadt und deren Nachkommen machen heute einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung dieser Metropole aus. Während seines Aufenthalts in Südafrika von 1893 bis 1915 arbeitete Mahatma Gandhi für längere Zeit als Anwalt in Durban.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Rassentrennung während der Apartheid auch in Durban
Muttersprache Anzahl  %
IsiZulu 1.948.061 63,04
Englisch 925.671 29,96
IsiXhosa 106.110 3,43
Afrikaans 44.438 1,44
Sesotho 21.587 0,70
IsiNdebele 6.041 0,20
Sepedi 3.266 0,11
SiSwati 2.433 0,08
Setswana 1.807 0,06
Xitsonga 1.356 0,04
Andere 28.866 0,93

Die demografische Struktur Durbans wurde zuletzt bei der Volkszählung 2001 statistisch ausführlich untersucht[2]. Demnach hatte die Stadt im Jahre 2001 3.090.117 Einwohner. Das mediane Alter betrug 25 Jahre, 48,9 % der Bevölkerung waren jünger als 24 Jahre, nur 4,2 % waren älter als 65.

Schwarze Afrikaner machten 63,8 % der Bevölkerung aus, gefolgt von Asiaten, hauptsächlich indischer Abstammung mit 19,9 %, Weißen mit 9,0 % und den sogenannten Coloureds mit 2,8 %. Die größte ethnische Gruppe stellten die Zulu dar, 63 % der Einwohner sprechen isiZulu als Muttersprache. Neben 30 % Englisch wurden die anderen Sprachen Südafrikas nur von kleinen Gruppen gesprochen (siehe Tabelle).

68 % der Einwohner waren Christen, 15,5 % waren konfessionslos, 11,3 % Hindus, 3,2 % Moslems und 0,1 % jüdisch.

Zehn Prozent der Über-20-jährigen hatten keinen Schulabschluss, weitere 19 % lediglich die Grundschule ganz oder nur teilweise besucht. 34,6 % hatten einen High-School-Abschluss, 9,6 % Tertiärbildung. Das mittlere Einkommen betrug 20,695 Rand, die Arbeitslosenquote 27,8 %. 72 Prozent der Haushalte benutzten Elektrizität als Hauptenergiequelle, 69 % hatten eine eigene Toilette und 85,4 % wurden von der Müllabfuhr versorgt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Metropolregion Durban besitzt eine umfangreiche Wirtschaft mit starker Industrie, Handel, Logistik, Finanz- und Regierungsinstitutionen sowie Tourismus. Die Küstenlage und der Hafen verschaffen Durban einen Vorteil im Vergleich zu anderen Ballungsräumen in Südafrika. Das milde Klima, die warme Meeresströmung sowie die Drakensberge im Hinterland sind die Grundlage für einen ausgeprägten Tourismussektor.

Durban ist der wichtigste Wirtschaftsstandort in KwaZulu-Natal, der über die Hälfte des Einkommens und der Arbeitsplätze beinhaltet. Im nationalen Vergleich ist Durban nach Gauteng das zweitgrößte industrielle Zentrum, das 15 % des nationalen Einkommens, 14 % des Haushaltseinkommens und 11 % der Arbeitsplätze stellt. Wichtige wirtschaftliche Verbindungen bestehen im Norden nach Richards Bay und Maputo, im Westen nach Pietermaritzburg und Johannesburg.

Zuckerverarbeitung ist der wichtigste Industriezweig. Weiter finden sich vor allem Schiffswerften, Erdölraffinerien, Automobilindustrie, chemische sowie Papier-, Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Die Landwirtschaft der Region um Durban baut zu einem großen Teil Zuckerrohr an. Daneben spielen Schafe und anderes Vieh, Zitrusfrüchte, Mais, Baumwolle, Bananen und Ananas eine wichtige Rolle.

Die Hauptexportgüter über den Warenumschlagplatz Durban sind Mangan- und andere Erze, Stahlprodukte, Kohle, Zucker und Mais.

Trotz der vielfältigen Wirtschaft wurden auf dem offiziellen Arbeitsmarkt in den letzten 20 Jahren nur wenig neue Arbeitsplätze geschaffen. Im produzierenden Gewerbe, das zweitgrößte nach dem Regierungs- und Verwaltungsbereich, ist die Zahl der Arbeitsplätze rückläufig. Die steigende Kriminalitätsrate wirkt sich negativ auf viele Bereiche aus, vor allem auf den Tourismus. Trotz einer wachsenden Anzahl an sogenannten Mikroarbeitsplätzen hat Durban eine hohe Arbeitslosenrate, die in manchen Stadtteilen über 30 % liegt. Vor allem in den früheren Township-Gebieten ist die Beschäftigungslage schwierig.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Innenstadt von Durban
Gleisanlagen in Durban mit Metrorail-Zügen
Minibusse sind ein weitverbreitetes Verkehrsmittel

Luftfahrt[Bearbeiten]

Nördlich von Durban wurde bei La Mercy, etwa 30 Kilometer von der Innenstadt entfernt, seit 2007 ein neuer Flughafen gebaut, der King Shaka International Airport. Er ging am 1. Mai 2010 in Betrieb. Es besteht hier Anschluss an zahlreiche Inlandsziele und Verbindung mit einigen internationalen Flughäfen, wenn auch nicht im Ausmaß der großen Airports von Kapstadt und Johannesburg.

Der alte Internationaler Flughafen Durban, Durban International Airport, liegt, eingeklemmt von der ihn umgebenden Bebauung, südlich der Stadt und diente als Tor in die Region KwaZulu-Natal und die Drakensberge. 2009 wurden hier rund 4,4 Millionen Passagiere abgefertigt. Am 30. April 2010 wurde er als Zivilflughafen geschlossen, ist aber weiterhin als Air Force Base Durban in Nutzung.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Durban, früher Port Natal, hat eine lange Tradition als Hafenstadt. Der Hafen Durban ist einer der wenigen natürlichen Häfen an der Küste zwischen den traditionell konkurrierenden Hafenstädten Port Elizabeth und Maputo. Dieser Umstand sowie die oft stürmische See in der Gegend machten Durban zu einem vielgenutzten Hafen, oft auch für Schiffsreparaturen. Der Hafen von Durban ist derjenige mit dem größten Umsatz in Südafrika sowie der zweitgrößte Containerhafen der südlichen Hemisphäre.

Der heutige Hafen, 1840 etabliert, wuchs mit der Handelsentwicklung in und um Durban, ferner mit dem Kohlebergbau Natals und durch die Industrie in der Region von Johannesburg, das als Industrie- und Bergbauzentrum Südafrikas über keinen direkten Anschluss an Seewege besitzt. Der Hafen von Durban dient als Umschlagsplatz für einen Großteil von Produkten, die mit Lastwagen und Zug aus und nach Johannesburg transportiert werden. Seit dem Ende des Bürgerkriegs in Mosambik in den frühen 1990er Jahren stellt der Hafen Maputo wieder eine Alternative für die Industrie und den Handel im südlichen Afrika dar, es herrscht eine intensiver Wettbewerb zwischen den beiden Hafeneinrichtungen.

Ein kleiner Teil des Hafens, Salisbury Island, ist inzwischen wieder ein aktiver militärischer Stützpunkt der südafrikanischen Marine. Im Jahre 2007 hatte Vizeadmiral Refiloe Mudimu (Chief of the South African Navy) in einer parlamentarischen Ausschusssitzung erklärt, diesen Stützpunkt wegen der Verminderung der militärischen Schlagkraft Südafrikas zu verkleinern und später an einen anderen Ort zu verlegen.[3] Schon 1994 begann die Streitkräftereduzierung an diesem Marinestandort, indem dieser als bisherige Durban Naval Base zur Naval Station abgestuft wurde.[4] Im Jahr 2013 kam es zur Wiedereröffnung dieser Militäranlagen, da sich Südafrika an der Piratenbekämpfung vor der afrikanischen Ostküste bei Mosambik zu beteiligen begann.[5] Dieser Schritt war bereits 2012 durch die damalige Verteidigungsministerin Lindiwe Sisulu angekündigt worden.[6]

Fernverkehr[Bearbeiten]

Durban ist gut an das südafrikanische Streckennetz von Transnet angeschlossen. Die Autobahn N2 verbindet Durban mit East London und Port Elizabeth im Süden sowie Richards Bay im Norden, die N3 führt Richtung Pietermaritzburg und Johannesburg. Daneben existiert ein Netz von Motorways, die Landstraßen entsprechen. Verschiedene Gesellschaften bieten Verbindungen mit Langstreckenbussen an.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Metrorail Durban bietet einen S-Bahn-ähnlichen Nahverkehr an. Der Busverkehr wird von der privatisierten eThekwini Municipal Bus Company durchgeführt. Daneben existiert eine große Anzahl privater Busse und Sammeltaxis (minibus), die einen hohen Anteil der Pendler befördern. Die Minibusse stellen dabei für weite Teile der Bevölkerung das einzige finanzierbare Verkehrsmittel dar. Da sie oft überladen und schlecht gewartet sind, kommt es häufig zu schweren Unfällen. Neben den Minibus-Taxis gibt es metered taxis, die jedoch nicht an der Straße angehalten werden können, sondern telefonisch bestellbar sind. Traditionelle Zulu-Rikschas dienen vor allem als touristische Attraktion.

Bildung[Bearbeiten]

University of KwaZulu-Natal

Durban ist der Sitz der Universität von KwaZulu-Natal (UKZN). Diese entstand 2004 durch die Zusammenlegung der zwei größten Bildungseinrichtungen von KwaZulu-Natal, der Universität von Natal und der Universität von Durban-Westville. Etwa 38.000 Studierende sind eingeschrieben; es werden alle wichtigen Fachbereiche unterrichtet. Die Universität bzw. ihre Vorgängerinstitutionen, insbesondere die Universität von Durban-Westville, war in der Zeit der südafrikanischen Apartheid ein wichtiges Zentrum der Anti-Apartheid-Bewegung. Neben der UKZN gibt es die Durban University of Technology, eine technische Universität, an der etwa 20.000 Studierende eingeschrieben sind.

Trotz dieser breiten universitären Bildungsangebote haben etwa zehn Prozent der Bevölkerung keine und weitere 20 Prozent nur eine marginale Schulbildung (siehe Abschnitt Bevölkerung).

Kultur, Sehenswürdigkeiten, Sport, Freizeit[Bearbeiten]

Rathaus

Durban bietet eine breite Palette an kulturellen Angeboten, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten. An der Beachfront oder Golden Mile konzentrieren sich Bars und Restaurants. Durban ist ein beliebtes Revier für Surfer/Wellenreiter, Kitesurfer und Bodyboarder. Wegen der Haigefahr (Sambesi- und Tigerhaie) sind die Strände mit Hainetzen gesichert. In der Umgebung von Durban und in der Stadt selbst sind verschiedene große kommerzielle Angebote zu finden, so das Gateway-Einkaufszentrum, das größte Afrikas, oder uShaka Marine-World mit Aquarien und verschiedenen Shows. Etwas nördlich von Durban an der Küste gelegen befindet sich das beliebte Ausflugs- und Ferienziel Umhlanga Rocks.

Im Kings-Park-Stadion, nach dem Hauptsponsor auch ABSA-Stadium genannt, spielen verschiedene Fußball- (Golden Arrows) und Rugby-Teams (Natal Sharks). Es fasst 52.000 Zuschauer. Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wurde ein noch größerer Neubau, das Moses-Mabhida-Stadion errichtet. Mit seinem markanten begehbaren Mittelbogen ist es ein neues Wahrzeichen in Küstennähe. Während der Fußball-Weltmeisterschaft fanden in dem Stadion sieben Spiele statt.

Seit 1921 wird zwischen Durban und Pietermaritzburg der Comrades Marathon ausgetragen, der traditionsreichste und teilnehmerstärkste Ultramarathon weltweit.

Die Botanischen Gärten von Durban umfassen 20 Hektar. Die Anlage diente britischen Kolonialisten als Versuchsanstalt für den Import von Wirtschaftspflanzen, weshalb sich dort Pflanzen aus aller Welt finden.

Die Innenstadt Durbans

Das Bat-Centre am Hafen ist eine ehemalige Lagerhalle, die mit Geldern der UNESCO zum Kulturzentrum umgebaut worden ist. Im Obergeschoss ist der Trans African Express untergebracht, ein Kulturrestaurant, dessen Speisekarte Menüs aus ganz Afrika enthält. Im Hinterhaus finden sich verschiedene Ausstellungs- und Verkaufsateliers moderner afrikanischer Kunsthandwerker.

Das Natural Science Museum in der Town Hall beinhaltet eine beachtliche naturkundliche Sammlung. Dort befindet sich auch die Art Gallery mit zeitgenössischer südafrikanischer Kunst. Das Local History Museum zeigt Stücke aus der Frühzeit Natals und Zululand. Im KwaMhule-Museum sind die Rassentrennung der Apartheid sowie die Zulu-Kultur Themen. Daneben existieren viele weitere Museen.

Die Einrichtungen vieler Religionsgemeinschaften sind in Durban zu finden, unter anderem die größte Moschee der südlichen Hemisphäre (Juma-Mosque) und den Hare Krishna Temple of Unterstanding. Der Alayam Hindu Temple ist der älteste und größte in Südafrika. Es findet sich auch eine große Zahl Kirchen verschiedener christlicher Glaubensrichtungen.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Durban hat folgende Partnerstädte:[7]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

2001 fand in Durban die dritte Weltkonferenz gegen Rassismus statt.

Vom 28. November bis zum 10. Dezember 2011 fand in Durban die 17. UN-Klimakonferenz statt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mary Fitzpatrick u. a.: South Africa, Lesotho, Swaziland. Lonely Planet Publications, Victoria 2004, S. 281–296, ISBN 1-74104-162-7
  • Bill Freund: Insiders and Outsiders. Indian Working Class of Durban, 1910-90. Social History of Africa. James Currey Publishers, Portsmouth NH 1995, ISBN 0-85255-616-0
  • Paul Maylam, Iain Edwards (Hrsg.): A People’s City. African Life in Twentieth-Century Durban. University of KwaZulu-Natal Press, Portsmouth NH 1996, ISBN 0-86980-916-4
Durban skyline.jpg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Durban – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Mary Fitzpatrick u.a., 2004, S. 281–296.
  2. Municipal Demarcation Board: eThekwini Municipal Profile 2006, basierend auf den Daten des National Census 2001.
  3. Parliamentary Monitoring Group: South African Navy Transformation Strategy. auf www.pmg.org.za (englisch)
  4. Dean Wingrin: Plans for Salisbury Island elaborated. Meldung vom 16. März 2012 auf www.defenceweb.co.za (englisch)
  5. Lungelo Mkamba, Cobus Coetzee und Sapa: Navy to return to Durban's Salisbury Island. Meldung vom 5. April 2013 auf www.iol.co.za (englisch)
  6. Sowetan live: Durban navy base to reopen in piracy fight. Meldung vom 27. Februar 2012 auf www.sowetanlive.co.za (englisch)
  7. Sister Cities Home Page. eThekwini Online. Abgerufen am 21. Dezember 2010.
  8. Sister Cities of Guangzhou. Guangzhou Foreign Affairs Office. Abgerufen am 10. Februar 2010.