Zambra (Flamenco)

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Die Zambra (auch als „Zambra mora“ bekannt) ist ein Tanz, der zur Untergattung der maurischen Flamenco-Musik zählt und in der spanischen Region um Granada bekannt wurde.[1]

Der Name leitet sich vermutlich von dem arabischen Wort zamra (Flöte) oder zamara (Musiker) ab. In der spanischen Literatur wird der Tanz im 17. Jahrhundert erwähnt. Es wird davon ausgegangen, dass der Zambra-Tanz aus der Entwicklung der alten Tänze der Mauren stammt und in Verbindung steht zu den spanischen Muslimen, die 1502 zum Katholizismus gezwungen wurden. Die ursprüngliche Zambra-Tanzform setzt sich zusammen durch die Alboreá-, Cachucha- und die Mosca-Version, die die verschiedenen Stufen bei einer Roma-Hochzeit symbolisieren.

Die Zambra hat einige Ähnlichkeiten mit dem Bauchtanz. Zambra war einige Jahre in Spanien als sündiger Tanz verboten, da er nicht den Vorstellungen der katholischen Kirche entsprach und als der „verführerischste und wollüstigste Tanz“ neben dem Fandango galt. Die Zambra war sehr beliebt in den 1950er- und 1960er-Jahren und wurde barfuß getanzt, mit Kastagnetten in den Fingern, unter der Brust geknoteter Bluse und langem Rock mit reichlich Falten, der in der Luft zu schweben scheint.[2]

Die Zambra wird jedoch heute auch wieder bei typischen Roma-Trauungen und touristischen Veranstaltungen hauptsächlich im Gebiet Granada aufgeführt. Bekannte Tänzer der Neuzeit waren Carmen Amaya und Pilar Lopez. Die Lieder zur Zambra werden mit Gesang, Gitarrenbegleitung, Tamburin und Kastagnetten der Tänzer aufgeführt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Real Academia Española
  2. Flamenco de la A a la Z auf radiole.com, abgerufen 14. Juli 2013