Zentrifugalkompressor

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Laufrad eines Zentrifugalkompressors. Seine Oberfläche ist poliert um die Verluste zu minimieren.

Der Zentrifugalkompressor oder auch Radialkompressor ist ein Kompressor, bei dem das zu komprimierende Gas durch ein in einem angepassten Gehäuse laufendes Flügelrad in Rotation versetzt wird und von innen nach außen läuft. Wird das Abfließen des Fluids behindert, baut sich durch die Zentrifugalkraft ein erhöhter Druck auf, der an der Peripherie sein Maximum hat.

Diese Art von Kompressoren wird u.A. zur Aufladung von Verbrennungsmotoren eingesetzt. Die Antriebsleistung stammt entweder über ein Übersetzungsgetriebe von der Kurbelwelle oder über eine Turbine vom Abgasstrom des Motors - in letzterem Fall handelt es sich um einen Abgasturbolader. Früher gab es auch Strahltriebwerke mit Zentrifugalkompressoren. Heute verwendet man dafür nur noch Axialkompressoren.

Beim Einsatz als Abgasturbolader in Ottomotoren, dreht sich das Laufrad, je nach Kompressortyp, mit einer Drehzahl von ca. 35.000 bis 60.000 min−1. Der Ladedruck bewegt sich zwischen 0,4 und 0,7 Bar. Die Leistung des Motors, kann durch den Einsatz eines solchen Kompressors, zwischen 30 % und 60 % erhöht werden.