Haartrockner

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Foen (ca. 1946)
Haartrockner von AKA electric (ca. 1970)

Ein Haartrockner, Fön oder Föhn (auch Heißluftdusche) ist ein elektrisches Gerät zum Trocknen nasser Haare, etwa nach der Haarwäsche, dem Schwimmen oder dem Baden. Der Name Fön ist eine seit 1908 eingetragene Bild-/Wortmarke der AEG Hausgeräte GmbH, Nürnberg.[1] Heute gilt für AEG-Haartrockner die seit 1941 eingetragene Wort-/Bildmarke FOEN.

Das Wort Fön/Föhn[Bearbeiten]

Die Bezeichnung „Fön“ ist vom Föhnwind abgeleitet.

Vor der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 wurde die übliche Bezeichnung für Haartrockner genauso wie der Markenname „Fön“ geschrieben, so dass das Wort vom Föhnwind, der sich schon vorher mit h schrieb, unterschieden werden konnte. 1996 wurde diese Schreibweise in „Föhn“ geändert; die Wortmarke „Fön“ ist davon nicht betroffen.

Funktionsweise[Bearbeiten]

Seiten- und Frontalansicht eines geöffneten Haartrockners

Mit einem Gebläse wird Luft über stromdurchflossene Heizdrähte geleitet. Die Wendeln sind auf isolierenden Glimmerplatten aufgewickelt. Die so erzeugte Warmluft wird durch das handtuchtrockene Haar geblasen; dabei sollte man eine Überhitzung des Haares vermeiden. Wassermoleküle im Innern des Haares könnten ansonsten Reaktionen zeigen, die den Haarstrang zerstören.

Einige Hersteller bieten Modelle mit eingebautem Ionisator an, welcher eine antistatische Wirkung auf die Haare haben soll. Ein Vergleich der Stiftung Warentest ergab jedoch, dass die mit Ionisator beworbenen Haartrockner verglichen mit konventionellen Modellen keine signifikante Verbesserung bezüglich der statischen Aufladung von Haaren zeigten.[2]

Gefahren[Bearbeiten]

Jährlich sterben in Deutschland zwei bis drei Personen durch den falschen Umgang mit Haartrocknern in Baderäumen. Ein in die wassergefüllte Wanne gefallener Föhn kann für jemanden, der darin sitzt, tödlich sein, auch wenn das Gerät nur angesteckt und nicht eingeschaltet ist, da mancherorts noch veraltete Elektroinstallationen ohne den vorgeschriebenen Fehlerstromschutzschalter für den Personenschutz vorhanden sind.[3]

Trockenhaube[Bearbeiten]

Trockenhaube Fingerföhn (1950er Jahre)

Eine Trockenhaube (kurz Haube) ist ein elektrisches Heißluftgerät zum Trocknen der Haare, bei dem ein glockenartiges, an eine Haube erinnerndes Teil, dem die Heißluft entströmt, über den Kopf gestülpt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Haartrockner aus der Anfangszeit

1890 hatte der Franzose Alexander Godefroy den Vorläufer eines Haartrockners in Paris in seinem Haarsalon. Um 1900 produzierte das deutsche Unternehmen AEG einen elektrischen Haartrockner.[4] 1911 ließ Gabriel Kazanjian ein Patent für einen Haartrockner in den Vereinigten Staaten schützen. In Frankreich bringt 1926 der Ingenieur Léon Thouillet den ersten Haartrockner bei Calor heraus[5] In den 1950er wurden die ersten Haartrockner aus Plastik hergestellt und in den folgenden Jahrzehnten erfolgte in mehreren Schritten eine Verkleinerung, damit die Geräte leichter, effizienter und handlicher wurden. Jean Mantelet, Ingenieur bei Moulinex, führte die Pistolenform ein. In den letzten Jahrzehnten wurde der Haartrockner zum Designobjekt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Ein Werkzeug mit gleichem Funktionsprinzip aber meist deutlich höherer Arbeitstemperatur und anderem Einsatzzweck ist das Heißluftgebläse (Heißluftpistole).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haartrockner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Haartrockner – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Föhn – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Trockenhaube – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Markeneintragung
  2. Stiftung Warentest, Haartrockner: Billigföhn brennt im Test, 2. Oktober 2009, http://www.test.de/Haartrockner-Billigfoehn-brennt-im-Test-1807525-1807534/
  3. http://www.elektropraktiker.de/nc/fachinformationen/fachartikel/?details=75878 K. Bödecker, Elektropraktiker 12/2011, Berlin
  4. Freizeitfreunde.de:'
  5. ARTE TV:Die kleine Geschichte" ... des Föns