Zeughaus (Innsbruck)

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Zeughaus

Das Zeughaus in Innsbruck war ein Waffenarsenal und ist heute ein Museum. Es liegt im Stadtteil Dreiheiligen.

Geschichte[Bearbeiten]

Innenhof
Zeughaus um 1507

Maximilian I. ließ das an der Sill und damals vor den Toren der Stadt gelegene Zeughaus von 1500 bis 1505 erbauen. Es besteht aus zwei 80 x 10 m großen, zweigeschossigen Flügelbauten und zwei schmalen Tor- und Verbindungstrakten, die einen großen Innenhof umschließen. Hier wurde das Kriegsmaterial gelagert, und rund um das Zeughaus standen Nebenbetriebe. Neben Geschützen waren auch viele Handfeuerwaffen gelagert.

1503 wurde in Mühlau eine Messinghütte aufgebaut. Ausschlaggebend für die Standortwahl war die Lage der Stadt als Verkehrsknotenpunkt sowie der blühende Kupferbergbau Tirols, der um Innsbruck eine florierende Rüstungsindustrie entstehen lassen hatte.

1503 beherbergte das Zeughaus etwa 150 Geschütze.

Bis zum Ende der Monarchie 1918 noch als „Zeughauskaserne“ in Verwendung, wurde das Gebäude 1964/1969 restauriert und 1973 als Tiroler Landeskundliches Museum eröffnet.

Im August 1985 wurde das Zeughaus durch die Hochwasser führende Sill überschwemmt. Dabei wurden die im Keller gelagerten naturkundlichen Sammlungen arg in Mitleidenschaft gezogen. Einiges wurde komplett zerstört, aber große Teile konnten in langwieriger Arbeit restauriert werden.[1]

Museum[Bearbeiten]

Heute ist im Zeughaus eine Außenstelle des Tiroler Landesmuseum untergebracht. Es bietet eine historische und technische Sammlung zur Kulturgeschichte Tirols von der Frühzeit bis zur jüngsten Geschichte.

Es werden wechselnde Sonderausstellungen angeboten. Im Sommer ist der Zeughausinnenhof Schauplatz eines Freiluft-Kinos und von Konzerten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hartwig Neumann: Das Zeughaus. Die Entwicklung eines Bautyps von der spätmittelalterlichen Rüstkammer zum Arsenal im deutschsprachigen Bereich vom XV. bis XIX. Jahrhundert. 2 Bde. Koblenz 1990/91.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zeughaus, Innsbruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hannes Kühtreiber: Neues Leben für das Herbar der Tiroler Landesmuseen. In: Neues Museum, Die österreichische Museumszeitschrift, Juli 2008, S. 19-24 (PDF; 5,2 MB)

47.2707511.4075Koordinaten: 47° 16′ 15″ N, 11° 24′ 27″ O