Zinkpest
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Zinkpest, besser Zinkfraß, ist ein Korrosionsprozess, der zinkhaltige Teile heimsuchen kann.
Betroffen sind vor allem alle Arten von Zinkdruckgussteilen aus den 1950er-Jahren und davor. An den betroffenen Stellen bilden sich sowohl oberflächliche Aufblühungen und Blasen, als auch Veränderungen im Inneren des Materials, die dadurch zu Spannungsrissen im Material führen. Mit zunehmendem Fortschreiten kann das betreffende Teil vollständig zerstört werden. Es zerbröselt geradezu.
Ab etwa Mitte der 1970er-Jahre wurde durch verbesserte Ausgangsmaterialien und genauere Einhaltung der Materialmischungen beim Druckguss das Problem zurückgedrängt. Teile aus dieser Zeit und danach gelten als unanfällig.
Allerdings haben namhafte Hersteller durch Outsourcing ihrer Produktionslinien nach China wieder erneut massive Probleme hiermit. So hat Märklin bereits einräumen müssen, dass Produkte seit der Verlagerung der Produktion von Deutschland nach China vor einigen Jahren wieder durch Zinkpest betroffen sind.[1]
Betroffen sind z. B. alte Münzen, aber auch aus Druckguss hergestellte Spielzeuge, wie Modelleisenbahnen oder Modellautos. Dies ist mitunter recht dramatisch, da einige dieser Teile für Sammler sehr hohe Werte darstellen können. Betroffen sein können aber auch Maschinen und Motorteile z. B. historischer Fahrzeuge. Da sich die betroffenen Teile dabei ausdehnen (also größer werden), werden oft auch angebaute Teile, die an sich in Ordnung sind, mit beschädigt.
Das Phänomen gilt als unaufhaltbar. Temperaturschwankungen (besonders Temperaturen unterhalb des jeweiligen Taupunktes) und hohe Luftfeuchtigkeit beschleunigen den Zerfall.
Der Vorgang ist nicht verwandt mit der Zinnpest.

