Zugtrompete

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Engelsdarstellung mit Zugtrompete im Kloster Himmelkron

Die Zugtrompete ist eine chromatische Trompete aus dem 17. Jahrhundert, deren Rohr ähnlich dem einer Posaune verlängert werden kann um stufenlose Intonation zu ermöglichen. Hierzu dient die Verlängerung der Einsteckhülse des Mundstücks. Mit der rechten Hand wird das Rohr des Instruments über die Hülse gezogen, während die linke das Mundstück fixiert. Mittels des Zuges konnte eine Variation des Tones um 3 Halbtöne erreicht werden. Erst durch die Einführung des Ventils in den Blasinstrumentenbau verlor die Zugtrompete an Bedeutung.

Die englische Zugtrompete, deren Erfindung John Hyde zugeschrieben wird, fand enorm große Bedeutung in England bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, obwohl sonst überall in Europa bereits Ventiltrompeten verwendet wurden. Die Zugtrompete wurde in F gebaut. Aufsteckbogen brachten die Stimmung auf C oder B hinunter. Der Zug wurde meistens für Halb- und Ganztöne verwendet.

Die Slide Trumpet, eine Weiterentwicklung aus dem 19. Jahrhundert, lässt sich mittels eines Krummbügels intonieren und wird daher im deutschen als Sopran-Posaune bezeichnet.

Siehe auch:

Quellen[Bearbeiten]

  • Curt Sachs: Reallexikon der Musikinstrumente. Berlin : Julius Bard, 1913

Weblinks[Bearbeiten]