Zuschlagstoff

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Materialkunde, zur Metallurgie siehe Möller

Zuschlagstoffe sind eine Gruppe von Bestandteilen eines Gemenges, das als Werkstoff verwendet wird, die keine primären Funktionsträger sind. Die Zuschlagstoffe gehören damit zu den Hilfsstoffen (Additiven).

Wichtige Funktionen der Zuschlagstoffe sind:

  • als Füllstoff (Körper): Sie geben dem Bindekörper aus dem Bindemittels Halt zur Vermeidung von Sedimentation und verleihen dem Werkstoff Volumen und Stabilität (Matrix des Werkstoffs).
  • als Magerungsmittel: Sie dienen zunächst dazu, den erforderlichen Anteil teureren Bindemitteln zu reduzieren. Weiter trägt die Magerung bei schwindenden Bindemittelsystemen dazu bei, den Schwund zu verringern.
  • Verbundstoffe, die dem Baustoff Eigenschaften eines Verbundwerkstoffs verleihen.
  • Härter, die dem Werkstoff höhere mechanische Festigkeit verleihen.

Beispiele:

Literatur[Bearbeiten]

  • DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.): DIN-Taschenbuch 157: Farbmittel. 3. Aufl., Beuth Verlag GmbH, Berlin/Wien/Zürich 1997
  • Kurt Wehlte: Werkstoffe und Techniken der Malerei. Otto Maier Verlag, Ravensburg 1967, ISBN 3-473-48359-1