Zykloidgetriebe

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Modell eines Zykloidgetriebes
Animation eines Zykloidgetriebes (→ Große Version)

Zykloidgetriebe sind Exzentergetriebe. Kurvenscheiben übertragen Drehmomente wälzend, daher kommen sie ohne Zahnräder aus und sind keinen Scherkräften ausgesetzt.

Schlagartige Ausfälle sind ausgeschlossen.

Für einen verschleißarmen Betrieb sorgen die gleichmäßige Lastverteilung innerhalb des Getriebes, die hohe Schockabsorption bis zu 500 % und über Rollen und Kugellager hergestellte Kontakt zwischen der Zykloidenscheibe und dem Gehäuse. Das verlängert die Lebensdauer gegenüber anderen Getriebearten wie dem Schneckengetriebe, das Zahnspiel ist geringer und die Steifigkeit höher. Zykloidgetriebe werden zum Beispiel alternativ zu Schneckengetrieben für den Servomotorenantrieb vieler Rundtische eingesetzt.

Ein Exzenter treibt eine Kurvenscheibe mit Kurvenabschnitten der Anzahl n an, die sich in einem fest stehenden Bolzenring mit n+1 Bolzen abwälzt.

Die Kurvenscheibe wälzt sich dabei über die Bolzen des Bolzenrings ab. Je Umdrehung des Antriebsrades bewegt sich der Abtrieb um einen Kurvenabschnitt weiter. So entstehen kleinere Drehzahlen entgegen der Antriebsrotation.

Darüber hinaus wirken diese Getriebe nicht selbsthemmend. Sie sind durch Überwinden eines definierbaren Losbrechmomentes auch rückwärts eintreibend.

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