Österreichischer Schriftsteller/Innenverband

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Österreichischer Schriftsteller/innenverband (Austrian Writers' Association)
(OESV (AWA))
Zweck Plattform für österreichische Autorinnen und Autoren bzw. für solche mit besonderem Bezug zu Österreichs
Vorsitz: Marianne Gruber
Gründungsdatum: 28. September 1945
Sitz: Wien
Website: www.oesv.or.at

Der Österreichische Schriftsteller/Innenverband, früher Österreichische Schriftstellerverband (englisch: Austrian Writers' Association; abgekürzt OeSV oder ÖSV bzw. AWA) ist eine österreichische Berufsvereinigung für Autoren. Der Verband wurde 1945 als gegründet und war eine der ersten österreichischen Berufsvereinigungen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Geschichte und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinsgründung wurde am 11. Juni 1945 von Oskar Maurus Fontana als Vorsitzender eines Proponentenkomitees im Wiener Rathaus in die Wege geleitet. Am 17. September 1945 fand die konstituierende Versammlung des Verband demokratischer Schriftsteller und Journalisten statt. 1946 waren 873 Personen Mitglieder.[1] In den ersten Nachkriegsjahren war eine der Hauptaufgaben des Vereins, Papier für die Autoren zu beschaffen. Erster Vorsitzender war der Literaturhistoriker Edwin Rollett, der bis 1951 in dieser Funktion blieb. Ab 1954 trug der Verband den Namen Österreichischer Schriftstellerverband.[2]

Anliegen des Verbandes sind die Begegnung der Autoren und der Gedankenaustausch mit dem Publikum. Doppelmitgliedschaften mit anderen Literaturverbänden, etwa P.E.N. und Grazer Autorenversammlung, sind möglich. Der Verband hat seinen Sitz in Wien. Einige Jahre hatte Alfred Warnes den Vorsitz inne, von 2009 bis 2017 Sidonia Gall, und 2017 wurde der Vorsitz von Marianne Gruber übernommen.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lesungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der OESV veranstaltet zwischen 12 und 15 Lesungen pro Jahr. Zu den häufig gewählten Veranstaltungsorten zählen das Literaturhaus Wien, das Österreichisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, das Österreichisches Kulturzentrum im Palais Palffy, die Österreichische Gesellschaft für Literatur und die Österreichische Gesellschaft für Musik.

Publikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweimal jährlich erscheint die Zeitschrift Literarisches Österreich in der Neuerscheinungen von Mitgliedern rezensiert werden. Zusätzlich werden Essays, Grafiken und allgemeine Informationen über Literatur abgedruckt. Seit 2010 erscheint zusätzlich einmal im Jahr ein Themenheft.

Die folgenden Anthologien mit Texten der Verbandsmitglieder wurden herausgegeben:

Literaturpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreimal wurden vom OESV Literaturpreise ausgeschrieben:

Liste der Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Zeman (Ed.): Das 20. Jahrhundert, Geschichte der Literatur in Österreich Vol. 7, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1999, ISBN 3-201-01687-X
  • Klaus Zeyringer (Ed.): Österreichische Literatur seit 1945, Haymon Verlag, Innsbruck 2001, ISBN 3-85218-379-0
  • Österreichischer Schriftstellerverband (Eigentümer, Herausgeber, Verleger): Festschrift 65 Jahre Österreichischer Schriftstellerverband, Wien 2010, 88 Seiten, PDF

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Festschrift 65 Jahre Österreichischer Schriftstellerverband
  2. Ösv/Historischer Rückblick