Šventoji (Ort)

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Mole Šventoji
Restaurant

Šventoji (deutsch Heiligenau)[1] ist ein Kurort und eine Siedlung an der Ostsee in Litauen. Der Ort liegt 35 Kilometer von der Hafenstadt Klaipėda (Memel) und zwölf Kilometer nördlich vom Stadtzentrum Palanga entfernt. Er gehört zur Stadtverwaltung Palanga. Das Städtchen befindet sich links der Mündung des Flusses Šventoji und hat drei Brücken.

Kurzbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Šventoji ist eine Verwaltungsgemeinschaft (litauisch Šventosios seniūnija). Es gibt den Hafen Šventoji, eine katholische Kirche, eine Hauptschule, eine Post, eine Ambulanz und viele Hotels. Im Wald an der Landstraße Klaipėda–Liepoja befindet sich der Friedhof Šventoji. Das ehemalige Fischerdorf ist das größte neue Kurortviertel von Palanga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein aus Geweih gefertigter Ritualstab mit einem schönen Elchkopf aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. wurde in Šventoji gefunden, woraus die Historiker ableiten, dass in dieser Zeit eine erste Besiedlung erfolgte. Die Einwohner betrieben überwiegend Fischfang. Erstmals ist die Siedlung auf Landkarten von 1584 zu finden.

Im Jahr 1589 erteilte König Sigismund Wasa einer englischen Gesellschaft die Erlaubnis, den Hafen von Šventoji zu erbauen und zu erweitern. Anfang des 17. Jahrhunderts stand er zum Hafen von Memel in Konkurrenz. Nach Ausbruch des Nordischen Krieges beschlossen die Eigentümer der Häfen von Riga und Liepāja, zusammen mit den Schweden, die Häfen von Palanga und Šventoji zu zerstören. 1701 verwüsteten die Schweden die Hafenanlagen und Anlegestellen.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vladas Žulkus, Maik-Jens Springmann: Der Hafen Heiligenau-Šventoji und die Fremden Schiffer im Lichte historischer und archäologischer Forschung. In: Carl Olof Cederlund, Kersten Krüger (Hrsg.): Maritime Archäologie heute. Internationale Tagung der Maritimen Archäologie im Ostseeraum 3 (Rostock). 2001. 03. 21–24. Koch, Rostock 2002, ISBN 3-935319-40-1, S. 160–176.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Das Neue Alte Palanga, abgerufen am 31. März 2011.

Koordinaten: 56° 2′ N, 21° 5′ O