.270 Winchester

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Von links nach rechts: 100 gn HP, 115 gn FMJBT, 130 gn SP, 150 gn RN

Die Gewehrpatrone .270 Winchester, auch als Patrone 6,9 × 64 mm bekannt, wurde 1923 von der Firma Winchester Repeating Arms Company entwickelt. Der Entwurf der Patrone basiert auf der US-amerikanischen Militärpatrone .30-03 Springfield. Realer Geschossdurchmesser ist 7,04 mm (.277").

Die Patrone .270 Winchester gehört zu den weltweit verbreitetsten Jagdkalibern. Sie wird vor allem bei der Bejagung von Hirschen, Schwarzwild (Wildschwein) und außerhalb Mitteleuropas auch auf der Elchjagd verwendet. In Mitteleuropa ist das Kaliber, mit Ausnahme von wenigen Feldrevieren im Flachland, fast nur in Bergregionen verbreitet.

Die .270 Winchester zeichnet sich besonders durch ihre hohe Rasanz und der Fähigkeit zu weiten Schüssen aus. Das 130 Grain schwere Geschoss (8,4 Gramm) der .270 Winchester erreichte ursprünglich eine durchschnittliche Mündungsgeschwindigkeit von 957 m/s und wurde zwischenzeitlich auf durchschnittlich 933 m/s herunterlaboriert. (RWS 8,4 g HMK v0 983 m/s - 10 g EVO v0 830 m/s - aktuelle reale Messwerte) Wenig verbreitet ist das 100-Grain-Geschoss (6,5 Gramm), häufig verwendet das 150-Grain-Geschoss (9,7 Gramm); 9,07 Gramm gewinnt Marktanteile.

Das amerikanische Kaliber .270 Winchester folgt einem dem deutschen Kaliber 7 x 64 mm ähnlichen Konzept, wobei die 7 x 64/65 R meist mit schwereren Geschossen geladen wird. (realer Geschossdurchmesser der 7 x 64/65R = 7,24 mm (.284"))