10cc

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10cc
10cc (1974), Eric Stewart, Kevin Godley, Graham Gouldman (v. l. n. r.) und Lol Creme (sitzend)
10cc (1974), Eric Stewart, Kevin Godley, Graham Gouldman (v. l. n. r.) und Lol Creme (sitzend)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Artrock, Pop Rock
Gründung 1966
Gründungsmitglieder
Eric Stewart (bis 1995)
Graham Gouldman
Gitarre, Keyboard
Lol Creme (bis 1976)
Kevin Godley (bis 1976)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Paul Burgess (1976)
Gesang, Keyboard
Duncan Mackay (ab 1976)
Keyboard
Tony O’Malley (ab 1977)
Gesang, Gitarre
Rick Fenn (ab 1977)
Schlagzeug
Stuart Tosh (ab 1977)

10cc ist eine britische Rockband, die ihre größten Erfolge in den 1970er Jahren hatte.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eric Stewart 28. März 1976 in Oslo

Die Band stammt aus Manchester im Norden Englands. Eric Stewart (Gitarre und Gesang) war Ende der 60er Jahre Mitglied der Beat-Band The Mindbenders. Der bekannte Songschreiber (z. B. für die Yardbirds, Hollies oder Herman’s Hermits) und Musiker Graham Gouldman (Bass), zuvor bei den Mockingbirds, schloss sich später ebenfalls den Mindbenders an. 1971 traten beide mit Lol Creme (Gitarre und Keyboards) und Kevin Godley (Schlagzeug, früher auch Mockingbirds) erstmals gemeinsam als Studioband für die Produktion des Albums Space Hymns des Psychedelic-Musikers Ramases in Erscheinung. 1970 hatten sie (noch ohne Graham Gouldman) unter dem Namen Hotlegs mit Neanderthal Man einen Nummer-2-Hit in England. Ab 1972 trat die Formation dann unter dem Namen 10cc in Erscheinung.

Kevin Godley, 1976

Der Bandname soll, so eine Legende, vom angeblichen Durchschnittsspermavolumen eines Mannes bei einem Orgasmus (9cc) abgeleitet sein. Einige Beteiligte, darunter ihr erster Produzent Jonathan King,[1] haben dies später dementiert. 10cc steht für 10 Kubikzentimeter.

Lol Creme (1976)

Godley und Creme verließen die Band 1976, um selbst eine erfolgreiche Karriere unter dem Namen Godley & Creme zu starten. Für sie kamen Paul Burgess bzw. Stuart Tosh (Schlagzeug), Duncan Mackay (Gesang und Keyboard) und Rick Fenn (Gesang und Gitarre).

Graham Gouldman 2006

10cc zeichnet sich in allen Phasen ihres Bestehens durch reiche stilistische Vielfalt aus. Die kreativste Phase der Band reichte bis in die frühen 80er Jahre, und sie veröffentlichte einige Welthits, die heute zum geläufigen Oldie-Repertoire zählen, z. B. Rubber Bullets (1973), I’m Not in Love (1975) und Dreadlock Holiday (1978).

10cc-Sänger Gouldman sang 2004 nochmals den großen Hit Dreadlock Holiday ein und ließ ihn von einem Münchner Produzententeam, das unter dem Pseudonym „Refresh Crew“ arbeitet, neu produzieren. Der Clubhit schaffte es in Indonesien bis auf Platz 1 der Airplaycharts und hielt sich dort über fünf Wochen. In Deutschland ist die neue Version nur auf Vinyl in die Plattenläden gekommen.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gründungsmitglieder sind fett dargestellt.
  • Nur primäre Instrumente sind aufgelistet
10cc Besetzungen (Jahr)
10cc
(1972–1976)
  • Graham Gouldman—Bass, Gesang (* 10. Mai 1946 in Broughton (Salford), Greater Manchester)
  • Eric Stewart—Gitarre, Keyboards, Gesang (* 20. Januar 1945 in Droylsden, Greater Manchester)
  • Lol Creme—Gitarre, Keyboards, Gesang (eigentlich Laurence Neil Creme; * 17. September 1947 in Manchester)
  • Kevin Godley—Schlagzeug, Gesang (* 7. Oktober 1945 in Prestwich, Greater Manchester, England)
  • Paul Burgess—Schlagzeug (* 28. September 1950 in Manchester)
10cc
(1976–1977)
10cc
(1977–1978)
10cc
(1978–1981)
10cc
(1981–1983)
10cc
(1983)
(1983–1991)

Band-Split

10cc
(1991–1993)
10cc
(1993–1995)
10cc
(1995)
  • Graham Gouldman—Bass, Gesang
  • Eric Stewart—Gitarre, Keyboards, Gesang
  • Rick Fenn—Gitarre, Gesang
  • Alan Park—Keyboards
  • Stuart Tosh—Schlagzeug, Gesang
  • Geoff Dunn—Schlagzeug (* 26. Februar 1961 in Clapham, London, Vereinigtes Königreich)
(1995–1999)

Band-Split

10cc
(1999–2006)
10cc
(2006–2011)
10cc
(2011–2016)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE NiederlandeNiederlande NL Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1973 10cc 36 Silber
(5 Wo.)
161
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1973
Label: UK Records
1974 Sheet Music 15
(1 Wo.)
9 Gold
(24 Wo.)
81
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Mai 1974
Label: UK Records
1975 The Original Soundtrack 3 Gold
(40 Wo.)
15
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. März 1975
Label: Mercury Records
NZ #37
1976 How Dare You! 7
(9 Wo.)
5 Gold
(30 Wo.)
47
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Januar 1976
Label: Mercury Records
NZ #1, SE #5, NO #10
1977 Deceptive Bends 4
(11 Wo.)
3 Gold
(21 Wo.)
31
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1977
Label: Mercury Records
NO #4, NZ #4, SE #4
1978 Bloody Tourists 12
(21 Wo.)
2 Platin
(25 Wo.)
3
(15 Wo.)
69
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. September 1978
Label: Mercury Records
NZ #2, SE #3, NO #4
1980 Look Hear? 40
(10 Wo.)
21
(4 Wo.)
35
(5 Wo.)
180
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. März 1980
Label: Warner Bros. / Mercury Records
NO #3, SE #14, NZ #40
1981 Ten Out of 10 49
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. November 1981
Label: Warner Bros. / Mercury Records
NO #17, SE #24
1983 Windows in the Jungle 7
(10 Wo.)
70
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1983
Label: Mercury Records
1992 Meanwhile 39
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1992
Label: Polydor
1995 Mirror Mirror Erstveröffentlichung: 1995
Label: ZYX

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 10cc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dolgins, Adam: Rock Names: From ABBA to ZZTop. Secaurus, New Jersey. Carol Publishing, 1998, S. 254–255. ISBN 0-8065-2046-9
  2. Archivlink (Memento vom 11. Dezember 2015 im Internet Archive)
  3. Chartquellen: DE, AT, CH, SE, NO, NZ NL1 NL2 NL3 UK1 UK2 US1 US2