ARIZ

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ARIZ ist das russische Akronym für Алгоритм решения изобретательских задач. Das heißt sinngemäß übersetzt: „Algorithmus bzw. Schrittverfahren zur Lösung der Erfindungsprobleme“ und ist eine Methode, das im Rahmen des TRIZ-Verfahrens verwendet wird. Die Methode wurde durch Genrich Altschuller und Rafael Shapiro 1956 erstmals präsentiert und durch Altschuller schrittweise bis 1985 weiterentwickelt.

ARIZ ist ein Algorithmus zur Ideenfindung bestehend aus einer Liste von ungefähr 85 Schritt-für-Schritt-Prozeduren. Die Methode dient dazu, sehr komplexe Probleme bei der Ideenfindung zu lösen, wo andere Methoden unzureichend sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren verschiedene Versionen von ARIZ, u. a. aus den Jahren: 1961, 1977, 1985 und 1991.

Methodik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier in einer ziemlich frühen Fassung, das sogenannte ARIZ-61:

Analytische Phase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Definiere das Problem
  2. Beschreibe das ideale Endresultat (IER)
  3. Definiere Widersprüche, die der Realisierung des IER entgegenstehen
  4. Analysiere Herkunft und Ursachen der Widersprüche
  5. Definiere Bedingungen zur Überwindung der Widersprüche

Operative Phase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prüfe alle möglichen Veränderungen der Parameter und technischen Charakteristik
  2. Prüfe die Möglichkeit der Aufteilung in unabhängige Teilsysteme:
    1. Isoliere ein „schwaches“ und/oder ein „notwendiges und hinreichendes“ Teilsystem
    2. Teile das Objekt in gleichartige und/oder funktionsdifferenzierte Teilsysteme
  3. Prüfe mögliche Veränderungen in dem jeweiligen Umfeld des Objektes und seiner Parameter:
    1. Gliedere das Objektumfeld in Teile mit unterschiedlichen Eigenschaften
    2. Nutze die Externalitäten zur Ausführung erwünschter Funktionen
  4. Prüfe mögliche Veränderungen von Verfahren im Zusammenspiel mit der gegebenen Technik:
    1. Untersuche die Verknüpfung von zuvor unabhängigen technischen Systemen zu einem funktionierenden Gesamtsystem
    2. Entferne ein Verfahren und übertrage seine Funktionen auf ein anderes
    3. Steigere die Zahl simultan ablaufender Verfahrensschritte (z. B. bei einer Fläche durch Ausnutzung der freien Rückseite dieser Fläche)
  5. Untersuche Beispiele aus anderen Zweigen von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft, wie der vorliegende Zielkonflikt in anderen Disziplinen gelöst wurde
  6. Kehre zur Ausgangsfragestellung zurück und formuliere die Bedingungen allgemeiner oder wechsle zu einer vertrauteren Aufgabenstellung, wenn die vorangegangenen Schritte ergebnislos blieben

Synthetische Phase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verändere die Gestalt des betrachteten (technischen) Systems
  2. Verändere die anderen Verfahren, die mit dem betrachteten System zusammenhängen
  3. Verändere das Verfahren beim Einsatz der betrachteten Technik
  4. Prüfe den Einsatz eines gefundenen Prinzips zur Lösung eines anderen (technischen) Problems

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]