ATFBank

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  ATFBank
Logo
Staat KasachstanKasachstan Kasachstan
Sitz Almaty, Kasachstan
Rechtsform Aktiengesellschaft
BIC ALMNKZKA[1]
Gründung Juni 1995
Website www.atfbank.kz
Geschäftsdaten 2009[2]
Bilanzsumme 1051 Mrd. Tenge
Mitarbeiter ca. 3.900
Leitung
Vorstand Romeo Collina (Vorsitzender)
Aufsichtsrat Erich Hampel
(Vorsitzender)

Die ATFBank (russisch АТФБанк) ist ein kasachisches Kreditinstitut mit Sitz in Almaty. Sie unterhält mehrere Tochterunternehmen, darunter Kreditinstitute in Russland und Kirgisistan. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2010 fuhr die Bank einen Verlust von 15,9 Milliarden Tenge ein und ist somit nur eine von zwei kasachischen Banken, die Verluste erwirtschafteten.[3]

Unternehmensaktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ATFBank erreichte im Jahr 2009 eine Bilanzsumme von 1051 Milliarden Tenge und ist somit nach der Kazkommertsbank und der Bank CenterCredit die drittgrößte Bank in Kasachstan. Sie beschäftigt rund 3.900 Mitarbeiter in 260 Geschäftsstellen.[4]

Zur ATFBank gehören die Investmentgesellschaft ATF Finance, die ATF Inkassatzia und der Open Accumulating Pension Fund Otan. Außerdem gehört AFT Capital B.V. mit Sitz in den Niederlanden der Bank sowie die Bank Sibir in Russland und seit 2004 die ATFBank-Kyrgyzstan in Kirgisistan zum Unternehmen.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige ATFBank wurde im Juni 1995 unter dem Namen Almatinsky Torgovo-Finansovy Bank gegründet. Im November 1996 konnte man bereits die Zahlungssysteme des Japan Credit Bureau, der VISA International Service Association, von American Express und von Eurocard beziehungsweise Mastercard anbieten. Zwei Jahre später machte die KfW Bankengruppe die ATFBank zur Partnerbank für finanzielle Angelegenheiten zwischen Deutschland und Kasachstan. Im April 2001 änderte man die Rechtsform in eine Aktiengesellschaft.

Im September 2001 bekam die Bank einen Konsortialkredit durch die österreichische Raiffeisen Zentralbank und die Deutsche Bank. Im Juni des Folgejahres fand die Umbenennung in ATFBank statt und 2003 gewährte die niederländische ABN AMRO dem Kreditinstitut einen Kredit in Höhe von 62,25 Millionen US-Dollar.

Mitte 2007 wurde die ATFBank von der italienischen UniCredit Group für 1,625 Mrd. Euro übernommen. Die für Osteuropa zuständige Bank Austria wurde daraufhin Hauptaktionär der ATFBank.[6]

Anfang 2013 verkaufte die Bank Austria die ATFBank, nachdem sie seit der Übernahme im Jahr 2007 rund zwei Milliarden abschreiben musste, an das Unternehmen KazNitrogenGaz des kasachischen Geschäftsmannes Galimzhan Yessenov.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag im BIC Directory beim SWIFT
  2. ATFBank: Consolidated Financial Statements for the year ended 31 December 2009. (PDF) Abgerufen am 15. November 2010.
  3. Wirtschafts Blatt: ATF Bank bleibt Sorgenkind der UniCredit-Gruppe (Memento vom 24. August 2010 im Internet Archive)
  4. Bank Austria: Bank Austria Geschäftsbericht 2008 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bankaustria.at. Abgerufen am 15. November 2010 (PDF; 3,6 MB)
  5. AFTBank: Subsidiary and affiliated companies. Abgerufen am 15. November 2010 (englisch).
  6. Börsen-Zeitung: Unicredit schlägt in Kasachstan zu
  7. Salzburger Nachrichten: Bank Austria versenkt zwei Milliarden in Kasachstan (Memento vom 13. März 2016 im Internet Archive). Abgerufen am 19. März 2013.