Acetyldihydrocodein

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Strukturformel
Strukturformel von Acetyldihydrocodein
Allgemeines
Name Acetyldihydrocodein
Andere Namen
  • Acetyldihydrokodein
  • 7,8-Dihydrocodeinacetat
  • 3-Methoxy-6-acetoxy-(5α,6α)-7,8-didehydro-4,5-epoxy-17-methylmorphinan
Summenformel C20H25NO4
Externe Identifikatoren/Datenbanken0[Ein-/ausblenden]
CAS-Nummer 3861-72-1
PubChem 5463874
DrugBank DB01538
Wikidata Q4673302
Arzneistoffangaben
ATC-Code

R05DA12

Wirkstoffklasse

Antitussivum, Analgetikum

Wirkmechanismus

Opioid

Eigenschaften
Molare Masse 343,42 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Toxikologische Daten

91 mg·kg−1 (LD50Mauss.c.)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Acetyldihydrocodein ist eine Substanz aus der Gruppe der Opiat-Abkömmlinge, die im Jahr 1914 von dem deutschen Chemiker Julius von Braun entdeckt wurde.[3] Sie ist als Suchtstoff reguliert[4] (in Deutschland: nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel gemäß dem Betäubungsmittelgesetz[5]) und hat eine ähnliche Wirkung wie andere Opiate. Therapeutisch hat die schmerzstillend und hustenreizunterdrückend wirksame Substanz keine Bedeutung. Acetyldihydrocodein ist chemisch sehr eng verwandt mit dem Morphin-Derivat Thebacon, bei welchem nur die 6-7-Doppelbindung ungesättigt ist. Acetyldihydrocodein kann als das 6-Acetyl-Derivat von Dihydrocodein beschrieben werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Eintrag zu Acetyldihydrocodein in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM).
  3. J. v. Braun: Untersuchungen über Morphium-Alkaloide. In: Chemische Berichte. 47 (2), 1914, S. 2312–2330, doi:10.1002/cber.191404702149.
  4. List of Narcotic Drugs under International Control des Internationalen Suchtstoffkontrollrats (INCB).
  5. Anlage I zum Betäubungsmittelgesetz (BtmG)
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