Actus contrarius

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Der lateinische Begriff actus contrarius, auch consensus contrarius (gegenteiliger Akt, gegenteilige Rechtshandlung) ist ein juristischer Fachbegriff. Er bezeichnet eine Handlung, mit der eine frühere Handlung (actus primus) rückgängig gemacht oder aufgehoben werden soll.

Der actus contrarius hat dieselbe Rechtsnatur wie der actus primus.[1]

So kann beispielsweise ein Gesetz nur durch ein anderes Gesetz, ein Verwaltungsakt nur durch einen anderen Verwaltungsakt (§ 49a Abs. 1 Satz 2 VwVfG) und ein Rechtsgeschäft nur durch ein anderes Rechtsgeschäft, beispielsweise ein Vertrag durch einen Aufhebungsvertrag geändert oder aufgehoben werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl Creifelds: Rechtswörterbuch. 21. Aufl. 2014 ISBN 978-3-406-63871-8
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