Adorant

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Acht Adorantinnen an der Stadtseite des „Neuen Tores“ in Neubrandenburg
Neustrelitzer Adorant

Adoranten (lateinisch adoro oder adoratio „Anbetung“) nennt man in der Kunstgeschichte, der Anthroposophie und den Religionswissenschaften Figuren früher Kulturen, deren besonderes Kennzeichen ausgebreitete Arme sind und die im Allgemeinen Anbetende oder Huldigende darstellen sollen, was für prähistorische Darstellungen jedoch umstritten ist, da vergleichbare Darstellungen bei allen nicht vorgebildeten Malanfängern vorkommen. Darstellungen der Adoration finden sich z. B. auf Felsritzungen der Bronzezeit[1] oder auf Runensteinen (Krogstastenen).[2] Die auch Beterfiguren genannten Darstellungen wurden besonders zahlreich in der Tempelruine des Gottes Abu in Eschnunna gefunden. Abstraktionen, die die Adoration auf die Darstellung erhobener Arme reduzieren, fanden sich im bronzezeitlichen Stelentempel von Hazor.

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 18. Juni 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lysekil.se
  2. Das Alphabet der Menschheit. In: Der Spiegel. Nr. 23, 2008, S. 172 (online).