Aghast

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Aghast
Allgemeine Informationen
Genre(s) Dark Ambient
Gründungsmitglieder
Instrumente, Gesang
Nacht
Instrumente, Gesang
Nebel

Aghast war ein norwegisches Post-Industrial-Projekt der beiden Künstlerinnen Tania Stene und Andrea Haugen, die mit den Musikern Fenriz und Samoth aus der norwegischen Black-Metal-Szene verheiratet waren[1] und unter den Pseudonymen Nacht (beziehungsweise Nachthexe) und Nebel (beziehungsweise Nebelhexe) auftraten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aghast veröffentlichte 1995 über Cold Meat Industry das Album Hexerei im Zwielicht der Finsternis, das mit dem Vier-Spur-Aufnahmegerät von Fenriz aufgenommen wurde. Zwei der Titel erschienen auch auf dem Kompilationen …And Even Wolves Hid Their Teeth and Tongue Wherever Shelter Was Given und Taste This 4.

Nach dem Album wurde die Arbeit an Aghast eingestellt; Haugen zufolge verbrachte Stene ihre Zeit lieber in der Gesellschaft von Männern als mit professioneller Arbeit an ihrer Musik, sodass Haugen die Arbeit übernommen habe, während Stene sich für wichtig gehalten habe, weil sie in einer Band war. Zuerst wollte sie unter eigenem Namen Ambient-Musik machen, entdeckte jedoch den Folk für sich und begann davon inspiriert mit dem Projekt Hagalaz’ Runedance; im Nachhinein äußerte sie jedoch, sie wünschte, sie wäre beim Ambient geblieben, und kündigte eine Spoken-Word-CD mit Dark-Ambient-Klängen an, die den Fans von Aghast vermutlich gefallen werde.[2] Stene wiederum wirkte u. a. als Gastsängerin auf Northaunts Album The Ominous Silence mit und entwarf Schallplattencover für Bands wie Ulver, Sunn O))) und Burzum.

2010 kündigte Haugen ein neues Dark-Ambient-Projekt namens Aghast Manor an,[3][4][5] welches 2012 ein Album Gaslights hervorbrachte.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stil von Aghast lässt sich als Dark Ambient bezeichnen. Eingesetzte Instrumente sind Synthesizer, Violine, Flöte/Blockflöte und Trommel. Der Gesang wurde als dämonisch[6], die Musik als gruselig[2], beängstigend[6][7] beziehungsweise gespenstisch[8], aber auch als sinistres, atmosphärisches Opus[9] bezeichnet. Sie ist inspiriert von den Visionen der Musikerinnen von nächtlichen Landschaften, sinistren Bildern, Emotionen, der dunklen Seite der nordischen Mythologie und allgemein Visionen des Grotesken und Gespenstischen.[9] Die Musik ist minimal und ruhig gehalten, „ohne irgendwelche Ausbrüche, ohne unvorhersehbarer Ereignisse. Dies lässt das Werk allerdings geschlossen wirken, sollte jenes deshalb doch eh am Stück konsumiert werden.“[8] Abwechslung bringen u. a. die geflüsterten Stimmen in Enter the Hall of Ice, „beschwörend anmutender“ Gesang in Call from the Grave oder die „markante Melodieführung“ bei Sacrifice.[8] Dem Selbstverständnis der Musikerinnen als Hexen entsprechend, wurde sowohl der Gesang als beschwörend[8] als auch das Trommelspiel als schamanisch[7][8] bezeichnet.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aaron J. Klamer: Phonecall-interview with Fenriz from Moonfog office. Taken from Gnosis Zine. Dezember 2000, archiviert vom Original am 18. Februar 2007, abgerufen am 24. Januar 2011 (englisch).
  2. a b Pete Woods: Nebelhexë. MTUK METAL 'ZINE, abgerufen am 24. Februar 2011 (englisch).
  3. The Official Andréa Nebel and Nebelhexë Homepage. Abgerufen am 24. Januar 2011 (englisch): „She also has a new side-project, Aghast Manor - with this project, she creates dark ambient soundtracks suitable for film music. The project focuses mainly on ghostly soundscapes, exploring 19th century decadent and occult themes.“
  4. Aghast. Abgerufen am 24. Januar 2011 (englisch).
  5. Aghast Manor. Abgerufen am 24. Januar 2011 (englisch).
  6. a b cold meat industry - reviews CMI.33. Cold Meat Industry, abgerufen am 24. Februar 2011 (englisch).
  7. a b Twilight: Aghast › Hexerei im Zwielicht der Finsternis. Guts Of Darkness, abgerufen am 24. Februar 2011 (französisch).
  8. a b c d e blizzard: AGHAST - Hexerei Im Zwielicht Der Finsternis. NecroWeb.de, abgerufen am 24. Februar 2011.
  9. a b Aghast. In: Rites of Eleusis. Nr. 2, 1995, S. 7 (englisch).