Air-Algérie-Flug 6289

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Air-Algérie-Flug 6289
7T-VEZ B737-2T4 Air Algerie FRA 29AUG99 (6136782090).jpg

Die verunglückte Maschine in Frankfurt im Jahr 1999

Unfall-Zusammenfassung
Unfallart Strömungsabriss nach Triebwerksausfall
Ort Tamanrasset
Datum 6. März 2003
Todesopfer 102
Überlebende 1
Luftfahrzeug
Luftfahrzeugtyp Boeing 737-2T4
Betreiber Air Algérie
Kennzeichen 7T-VEZ
Name „Monts du Daia“
Abflughafen Flughafen Aguenar
Zwischenlandung Flughafen Noumérat
Zielflughafen Flughafen Algier
Passagiere 97
Besatzung 6
Listen von Flugunfällen

Am 6. März 2003 verunglückte eine Boeing 737-200 auf dem Air-Algérie-Flug 6289 unmittelbar nach dem Start vom Flughafen Aguenar in Tamanrasset. Von den 103 Insassen überlebte nur ein Fluggast den Unfall.

Unfallhergang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Boeing 737 der Air Algérie befand sich auf einem nationalen Linienflug von Tamanrasset über Ghardaia nach Algier. Die Maschine hob gegen 15:15 Uhr Ortszeit mit annähernd maximalem Abfluggewicht von der Startbahn 02 in Tamanrasset ab. Der Start wurde vom Kopiloten durchgeführt. Als die Boeing eine Höhe von ca. 25 Metern (78 Fuß) erreichte ordnete der Kopilot an, das Fahrwerk einzuziehen. Im selben Moment fiel das linke Triebwerk aufgrund eines Turbinenschadens aus. Der Flugkapitän übernahm augenblicklich die Kontrolle über das Flugzeug und setzte den Steigflug fort. Drei Sekunden später fragte der Kopilot nach, ob er das Fahrwerk einziehen solle, erhielt aber keine Antwort. Währenddessen nahm die Geschwindigkeit stetig ab. In einer Höhe von ca. 130 Metern (398 Fuß) sank die Geschwindigkeit auf ca. 248 km/h (134 Knoten), woraufhin die Strömung an den Tragflächen abriss und die Maschine abstürzte. Die Boeing 737 schlug 1645 Meter hinter dem Bahnende in felsigem Gelände auf.[1]

Unfallursache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kapitän setzte den Steigflug nach dem Ausfall des Triebwerks fort, ohne den Steigwinkel entsprechend zu reduzieren. Zudem versäumte es die Besatzung, das Fahrwerk einzuziehen. Dies erhöhte den Luftwiderstand des Flugzeugs und trug zur weiteren Abnahme der Geschwindigkeit bei.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Aviation Safety Network, 16. März 2003

Koordinaten: 22° 50′ 23″ N, 5° 27′ 49″ O