Alexander Nikolajewitsch Tscherepnin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alexander Tscherepnin

Alexander Nikolajewitsch Tscherepnin (russisch Александр Николаевич Черепнин; * 9.jul. / 21. Januar 1899greg. in Sankt Petersburg; † 29. September 1977 in Paris) war ein russischer Komponist und Pianist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tscherepnin erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater Nikolai Tscherepnin und studierte dann am Konservatorium von Petrograd und in Tiflis. Im Jahr 1921 verließ Tscherepnin mit seiner Familie Russland und ließ sich in Paris nieder, wo er ein Schüler von Paul Vidal und Isidore Philipp war.[1] Nach Konzertreisen als Pianist ließ er sich 1934 in Shanghai nieder. In China lernte er auch seine spätere Frau, die Pianistin Lee Hsien Ming, kennen. 1938 bis 1945 war er Lehrer am Konservatorium für russische Musik in Paris. Von 1949 bis 1964 war er Professor an der DePaul University Chicago[1], danach lebte er als Pianist in New York City. 1974 wurde er in die American Academy of Arts and Letters gewählt.[2] Auch seine Söhne Ivan und Serge wurden als Komponisten bekannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tscherepnin komponierte vier Opern (Ol-Ol, 1928, Die Hochzeit der Sobeide, 1933, Die Heirat, 1937, The Nymph and the Farmer, 1952), fünf Ballette, vier Sinfonien, sechs Klavierkonzerte, ein Konzert für Mundharmonika und Orchester, vier Suiten, eine Streicherserenade, Stücke für das Akkordeon, zwei Klaviersonaten, Lieder, eine Messe und andere liturgische Werke. Tscherepnin hat außerdem mehrere Werke für Bläserbesetzungen/Blasorchester geschrieben.

Die vier Sinfonien:

  • Sinfonie Nr. 1, op. 42 (1927)
  • Sinfonie Nr. 2, op. 77 (1946–51)
  • Sinfonie Nr. 3, op. 83 (1951)
  • Sinfonie Nr. 4, op. 91 (1957)

Die sechs Klavierkonzerte:

  • Klavierkonzert Nr. 1, op. 12 (1919–20)
  • Klavierkonzert Nr. 2, op. 26 (1922)
  • Klavierkonzert Nr. 3, op. 48 (1931–32)
  • Klavierkonzert Nr. 4 („Fantaisie“), op. 78 (1947)
  • Klavierkonzert Nr. 5, op. 96 (1963)
  • Klavierkonzert Nr. 6, op. 99 (1965)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludmila Korabelnikova: Alexander Tcherepnin. The Saga of a Russian Emigré Composer. Indiana University Press, Bloomington, Indiana, 2007. ISBN 978-0-253-34938-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Alexander Tcherepnin: Symphony No. 4, Romantic Overture, Suite for Orchestra, Russian Dances. In: https://www.naxos.com. Abgerufen am 17. Februar 2022 (englisch).
  2. Members: Alexander Tcherepnin. American Academy of Arts and Letters, abgerufen am 29. April 2019.