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Alexanderson-Antenne

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Alexanderson-Antenne des Radiosenders Kalundborg

Die Alexanderson-Antenne ist ein Antennenarray das aus mehreren intereinandergeschalteten und separat auf Resonanz auf der Betriebsfrequenz abgestimmten Sendeantennen besteht und für den Betrieb von Längstwellensendern eingesetzt wird. Historisch wurden diese Antennen in Kombination mit Alexanderson-Maschinensendern betrieben.[1][2] Das Alexanderson-Antennen-Array in New Brunswick entsprach dem Äquivalent von sechs voneinander unabhängigen abgestimmten Strahlern mit jeweils 305 m (1000 ft) Länge die jeweils in 305 m Abstand in Reihe hintereinandergeschaltet waren. Jede Teilantenne eines Alexanderson-Antenne besaß eine Abstimmspule um diese Teilantenne auf der Sendefrequenz auf Resonanz abstimmen zu können.[1.1]

Der Aufbau eines Alexanderson-Antennen-Array besteht aus geerdeten Türmen, zwischen denen mehrere zueinander parallel gespannte Freileitungen an Auslegern befestigt sind. Diese sind an den Enden elektrisch miteinander verbunden. Im Erdboden sind parallel hierzu Seile die als Gegengewichte dienen vergraben worden.

Um den Strahlungswiderstand zu verkleinern, wurde die Alexanderson-Antenne in vier Teilantennen mit gleicher mechanischer Länge unterteilt, wodurch dieser Antennentyp im Prinzip wie eine nichtgeschirmte HF-Leitung die aus mehreren parallelgeschalteten Parallelschwingkreisen besteht. Jede Teilantenne besitzt eine große Luftspule zur Abstimmung dieser Teilantenne auf Resonanz auf der Betriebsfrequenz. Die Sendeenergie wird an einem der Enden der Alexanderson-Antennen-Array zwischen deren Fußpunkt und dem Erdnetz zugeführt.[1.2] Die Luftspulen jeder Einzelantenne werden so abgestimmt, dass sie mit der Drahtkapazität aus den parallel geschalteten Antennenseilen und den Türmen jeweils einen Resonanzkreis für die Sendefrequenz bilden. Die Vorteile einer Alexanderson-Antenne bestehen darin, dass die schweren Masten keine Standfußisolatoren benötigen und die Mastenhöhe relativ gering ist.

Für Maschinensender mit 20 kW Ausgangsleistung wurde die Antenne mit Wellenlängen zwischen 10 000 m bis 6 000 m (entspricht Frequenzen zwischen 30 kHz bis 50 kHz) und bei Sendern mit 200 kW Ausgangsleistung mit Wellenlängen zwischen 20 000 m bis 10 500 m (entspricht Frequenzen zwischen 15 kHz bis 28,57 kHz) genutzt. Prinzipiell konnten vom Maschinensender auch niedrigere Frequenzen erzeugt werden, wenn der Maschinensender mit niedrigeren Drehzahlen betrieben wurde.[2.1]

Die einzige zurzeit im Dauerbetrieb verwendete Alexanderson-Antenne befindet sich bei dem Radiosender Kalundborg, Dänemark. Seit Oktober 2008 strahlte diese Antenne digitale Sendungen im Format Digital Radio Mondiale (DRM) aus, mittlerweile wieder in analoger Amplitudenmodulation (AM).

Ausgeführte Anlagen

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Commons: Alexanderson-Antenne – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Transatlantic Radio Communication, E. F. W . Alexanderson, Proceedings of the AIEE October 1919, page 1077 to 1093. (zenodo.org [PDF; abgerufen am 19. Mai 2026]).
    1. page 1089 FF
    2. page 1088, figure 10
  2. Technical Description of the Alexanderson System for Radio Telegraph and Radio Telephone Transmission, Elmer E. Bucher, 1920. (archive.org [PDF; abgerufen am 19. Mai 2026]).
    1. page 5