Alfons Hitzler

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Alfons Hitzler

Alfons Hitzler (* 3. November 1897 in Stein am Kocher; † Frühjahr 1945) war NSDAP-Kreisleiter und ab 1933 Abgeordneter im nationalsozialistischen Reichstag.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das Brauerhandwerk. Ab 1916 nahm er an der Westfront am Ersten Weltkrieg teil, wofür er das Eiserne Kreuz und die Badische Verdienstmedaille erhielt. 1919 wurde Hitzler Angehöriger des Freikorps Maercker und 1920 Mitglied der Reichswehr. Von 1921 bis 1925 war er in einem Industriebetrieb tätig.

Hitzler trat im März 1925 in die NSDAP ein und wurde zugleich Angestellter der Partei in Plauen. Im selben Jahr erfolgte seine Ernennung zum NSDAP-Kreisleiter im sächsischen Vogtland. In dieser Funktion war er für die Reorganisation der Partei verantwortlich.

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten verhinderte Hitzler die Aufklärung des Mordes an Julius Brandeis, ein deutsch-jüdischer Kaufmann aus Plauen, der von SS-Mitglieder entführt und erschossen worden war.[1] Im April 1933 wurde Hitzler in den Sächsischen Landtag entsandt und gehörte diesem bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten im Oktober des Jahres an. Im November 1933 erhielt er ein Mandat im bedeutungslosen Reichstag, dem er bis zum Ende des NS-Regimes angehörte. In der SA wurde Hitzler im Januar 1938 zum Standartenführer befördert.

Hitzler starb im Frühjahr 1945 durch Suizid.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 251.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mike Schmeitzner, Francesca Weil: Sachsen 1933–1945. Der historische Reiseführer. Links, Berlin 2014, ISBN 978-3-86153-782-3, S. 13.
  2. Mike Schmeitzner: „Lieber Blut schwitzen …“ Martin Mutschmann und die sächsische „Gauregierung“ 1943 bis 1945. In: Mike Schmeitzner, Clemens Vollnhals und Francesca Weil (Hrsg.): Von Stalingrad zur SBZ. Sachsen 1943 bis 1949. Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2016, ISBN 978-3-52536972-2, S. 27–46, hier S. 43.