Alfred Schneider (Artist)

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Das Grab von Alfred Schneider auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf
Alfred Schneider inmitten seiner Löwen, um 1930

Alfred Schneider, auch bekannt als Kapitän Schneider oder Herr der 100 Löwen (* 23. Juni 1876 in Neuselerhausen; † 23. Dezember 1941 in Dahlewitz), war ein deutscher Löwendompteur.

Schneider war von Beruf Bauingenieur, trat zunächst als Radsportartist auf, entschied sich dann jedoch für die Arbeit mit Löwen. Er züchtete eine eigene Gruppe von 60 Tieren. Später musste Schneider mit seinem Zirkus den Konkurs anmelden, konnte aber mit einem Restbestand weiterarbeiten und auf Jahrmärkten auftreten. Schneider zeichnete sich durch seinen vertrauensvollen Umgang und direkten Körperkontakt mit den Tieren aus und sprach mit ihnen leicht sächselnd. Schneider wurde 1941 von seinen Tieren angegriffen und erlag einige Tage später seinen Verletzungen. Seine Grabstätte befindet sich als Ehrengrab der Stadt Berlin auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietmar Winkler: Hier ruht in Frieden... Artistengrabstätten in und um Berlin. 2., veränderte Auflage. Books on Demand, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-0904-5, S. 89–90.
  • Gisela Winkler, Dietmar Winkler: Die große Raubtierschau. Aus dem Leben 12 berühmter Dompteure. 2. überarbeitete Auflage. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1978.