Ali ibn Isa

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Ali ibn Isa, eigentlich Šaraf ad-Din ʿAlī ibn ʿĪsā, latinisiert Jesus Hali (auch: al-Kahhal, Augenarzt; al-Baghdadi) (* um 940; † um bzw. nach 1010)[1] war ein bedeutender Augenarzt des Mittelalters.[2]

Seinem Beinamen zufolge stammte er aus Bagdad. Dort lernte er am Al-'Adudi Hospital bei dem nestorianischen Arzt, Philosophen und Theologen Abdullah ibn al-Taiyib († 1043).[3]

In seinem Hauptwerk Kitab Tadkirat al-Kahhalin (Erinnerungsbuch für Augenärzte) beschreibt er 130 Augenkrankheiten und stellt 141 Heilmittel für Augenleiden vor.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ali ibn Isa: Erinnerungsbuch für Augenärzte, aus arabischen Handschriften übersetzt und erläutert von Julius Hirschberg und Julius Lippert (1866–1911); Verlag Veit, 1904

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gundolf Keil: Die deutsche Isaak-Judäus-Rezeption vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Shaker, Aachen 2015 (= Europäische Wissenschaftsbeziehungen, Supplement 2), ISBN 978-3-8440-3933-7; S. 11
  2. M. Th. Houtsma: E. J. Brill's first encyclopaedia of Islam 1913-1936; S. 288
  3. Werner E. Gerabek: Enzyklopädie Medizingeschichte; S. 1378