Ali ibn Isa

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ʿAlī ibn ʿĪsā al-Kaḥḥāl (arabisch علي بن عيسى الكحال), latinisiert Jesu Haly und Iesu filii Haly („Ali, der Sohn von Jesus“), fälschlich auch Jesus Halus, Haly Jesus und Jesus (filius) Haly, war ein bedeutender arabischer Augenarzt des Mittelalters und lebte in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts[1].

In Bagdad studierte er am ʿAḍūdī-Hospital beim nestorianischen Mönch, Arzt, Philosophen und Theologen Ibn aṭ-Ṭaiyib († 1043).[2]

In seinem Hauptwerk taḏkirat al-kaḥḥālīn (Handbuch für Augenärzte) beschreibt er 130 Augenkrankheiten und stellt 141 Heilmittel für Augenleiden vor.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ali ibn Isa: Erinnerungsbuch für Augenärzte, aus arabischen Handschriften übersetzt und erläutert von Julius Hirschberg und Julius Lippert (1866–1911); Verlag Veit, 1904

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrun R. Hau: Ibn ʻĪsā (= ʻAlī ibn ʻĪsā, Jesu Haly). In: Enzyklopädie Medizingeschichte. Hrsg. von Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil und Wolfgang Wegner, Walter de Gruyter, Berlin und New York 2005 (ISBN 3-11-015714-4), S. 682.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aryeh Feigenbaum: Did 'Ali ibn 'Isa use general anesthesia in eye operations? In: The British journal of ophthalmology. Band 44, November 1960, S. 684–688, PMID 13698621, PMC 510017 (freier Volltext).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. E. Mittwo ch: ʿAlī b. ʿĪsā. In: The Encyclopaedia of Islam, New Edition. Band 1. Brill, Leiden 1960, ISBN 90-04-08114-3, S. 388 a–b.
  2. J. Vernet: Ibn al-Ṭayyib. In: The Encyclopaedia of Islam, New Edition. Band 3. Brill, Leiden 1971, ISBN 90-04-08118-6, S. 955 a.